Berlin - Auf Berlins wichtigster Ost-West-Verbindung vorwärtszukommen, wird noch schwerer. Schon jetzt gibt es wegen des Umbaus am Berliner Molkenmarkt Staus. An diesem Mittwoch  startet am Molkenmarkt nun die nächste Bauphase, die ein Jahr lang dauern soll und für große Verkehrseinschränkungen sorgt.

Ab 1. September werden die Fahrbahnen und Nebenanlagen der südlichen Seite des Mühlendamms und des Molkenmarktes neu gebaut, teilt die Senatsverkehrsverwaltung mit. Dazu kommt, dass das Landesdenkmalamt seine umfangreichen archäologischen Grabungen fortsetzt, da an dieser Stelle zahlreiche Überreste aus der Berliner Geschichte der letzten 780 Jahre vermutet werden. Etwa die Kellerbereiche der „Zornschen Apotheke“, deren Anfänge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen.

Das Bauprojekt führt zu massiven Einschränkungen. Denn während der Bauarbeiten wird die Stralauer Straße für etwa ein Jahr im Abschnitt zwischen Grunerstraße und Jüdenstraße, zwischen Altem Stadthaus und dem Eingang zur Alten Münze, komplett für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

Das müssen Autofahrer beachten: Aus Richtung Jannowitzbrücke wird der Verkehr mithilfe einer temporären Ampel über die Jüdenstraße (als Einbahnstraße vor dem Alten Stadthaus) auf die Grunerstraße umgeleitet. Für Radfahrer bleibt die Jüdenstraße, getrennt vom Autoverkehr, in beiden Richtungen befahrbar.

In der entgegengesetzten Richtung zur Jannowitzbrücke, ob von der Mühlendammbrücke oder der Spandauer Straße aus, muss der Verkehr über die Grunerstraße/Alexanderstraße umgeleitet werden. Alternativ ist dies auch über die Karl-Marx-Allee/Lichtenberger Straße möglich.

Das Rechtsabbiegen in die Stralauer Straße aus Richtung Mühlendammbrücke entfällt während der Bauzeit. Ebenso gibt es für Kraftahrzeuge keine Möglichkeit zum Linksabbiegen in die Stralauer Straße aus Richtung Alexanderplatz. Die Senatsverwaltung empfiehlt, wegen der unvermeidlichen Verkehrseinschränkungen den Bereich weiträumig zu umfahren.