Berlin - Viele Berliner halten die Verkehrspolitik der Grünen für autofeindlich. Es gibt aber auch Menschen, denen sie nicht autofeindlich genug ist. Vieles von dem, womit Senatorin Regine Günther und deren Mitstreiter in Erscheinung treten, empfinden sie als Symbolpolitik und leere Lippenbekenntnisse. Im August hat sich in Berlin eine Partei gegründet, in der sich solche Kritiker zu Hause fühlen. Sie nennt sich radikal:klima und will bei den Berliner Wahlen im kommenden September antreten, um Bewegung in die Klimapolitik zu bringen. Inzwischen wird ihr Programm immer konkreter – auch in Sachen Mobilität. „Wir wollen eine Verschmutzungsmaut, autofreie Wohngebiete und einen Stopp des Autobahnbaus“, sagte Parteisprecher Antonio Rohrßen der Berliner Zeitung.

Sie haben demonstriert und protestiert. Einige von ihnen sind bei Fridays for Future oder Extinction Rebellion aktiv, andere sammelten Erfahrungen in anderen Teilen der Klima- und Umweltbewegung. „Wir sind sehr divers“, so Rohrßen, der mit anderen mehr als 36.000 gültige Unterschriften für die Volksinitiative Klimanotstand Berlin gesammelt hat. Die neue Partei hat rund 130 Aktive, von denen um die 60 Parteimitglieder seien.

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