Die Anwohner der Pappelallee müssen sich auf umfangreiche Baumaßnahmen einstellen. Die Straße, die von der Schönhauser Allee abzweigt und bis zur Wichertstraße führt, wird in den kommenden zwei Jahren komplett umgebaut. Die Allee bekommt neue Bürgersteige, auf der Fahrbahn wird ein Radweg eingerichtet, Bordsteige werden behindertengerecht abgesenkt, zwei Straßenbahnhaltestellen umgebaut und Parktaschen eingerichtet. Und ein Großteil der Bäume entlang der Straße muss gefällt werden. Laut zuständigem Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) werden 51 der 61 Straßenbäume verschwinden – zum Großteil Eschen und Pappeln. Die Bäume sind bis zu 50 Jahre alt, stark geschädigt, zum Teil nicht mehr standsicher, und haben mit ihren Wurzeln die Straße und Bürgersteige beschädigt.

Vor allem auf die Pappel ist der Grünen-Stadtrat schlecht zu sprechen. „Die ist als Straßenbaum wegen ihres aggressiven Wurzelwerks völlig ungeeignet.“ Blieben die Bäume stehen, werde es in ein, zwei Jahren wieder Probleme mit den Bürgersteigen geben. „Dafür gebe ich nicht drei Millionen Euro für den Straßenumbau aus.“ Natürlich will Kirchner die Bäume nicht ersatzlos verschwinden lassen – rund 90 Neupflanzungen sind geplant. Im Gespräch sind Ahorn, Maulbeere oder Linden für die Pappelallee, die in ihrer Geschichte übrigens nie durchgängig mit Pappeln bestückt war.

Welche Baumarten jetzt zum Einsatz kommen, darüber sollen die Anwohner ab Ende Oktober im Internet entscheiden können. Am 19. Oktober gibt es außerdem eine öffentliche Straßenbaumbegutachtung, sagt Kirchner. Treffpunkt ist für den nördlichen Teil der Allee um 10 Uhr die Kita in der Stahlheimer Straße. Der südliche Teil ist dann ab 13 Uhr dran. Treffpunkt ist dort das Oberstufenzentrum.