Berlin - Wer auf die Berliner Staukarte schaut, käme nicht darauf, dass eine Pandemie wütet. Stillstand auf der Stadtautobahn und der Leipziger Straße, zähfließender Verkehr auf dem Tempelhofer Damm und der A114 in Pankow: Obwohl Politiker und Virologen die Bürger auffordern, ihre Mobilität einzuschränken, muten Berlins Straßen jeden Tag aufs Neue ziemlich voll an – als gäbe es Corona nicht.

Daten, die jetzt bekannt wurden, bestätigen den subjektiven Eindruck. So wurde an Messstellen des Senats ermittelt, dass der Verkehr auf wichtigen Berliner Straßen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie kaum zurückgegangen ist. Ein Forschungsprojekt des Meinungsforschungsinstituts Infas und des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) ergab, dass die Autonutzung sogar zugenommen hat. „Das Auto ist der Gewinner der Corona-Pandemie“, bilanziert Infas-Bereichsleiter Robert Follmer. Auch in Berlin.

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