Berlin - In Berlin sind nachts inzwischen zwei Testfahrzeuge der neuen S-Bahn unterwegs. Zu erkennen sind die Züge an der kantigen Form und daran, dass sie nur zwei und vier Wagen haben. Sie fahren das gesamte 327 Kilometer lange Netz in Berlin und Brandenburg ab. Die Messfahrten sollen zeigen, ob die Fahrzeuge überall reibungslos passieren können, wie eine S-Bahn-Sprecherin sagte. Ab dem 1. Januar 2021 sollen dann Fahrgäste auf dem Ring in die neuen Züge einsteigen können.

Bis Ende 2023 werden 106 neue Züge mit 382 Wagen geliefert. Für Fahrgäste gibt es einige Neuerungen: Klimaanlagen, Videoüberwachung sowie Monitore, die über Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten informieren. Außerdem sind die Wagen auf ganzer Länge begehbar - so wie die neueren Berliner U-Bahn-Züge.

900 Millionen Euro werden für Züge von Stadler und Siemens sowie in den Umbau der S-Bahn-Werkstatt Grünau investiert. Die Baureihe trägt die Nummer 483/484. Im Sommer hatte der Käufer den neuen Zug schon in der Werkstatt auf Aspekte wie Bremsen, Fahrgasttüren, Heizung, Klimaanlage, Scheibenwischer, Licht und Zugsicherungssysteme geprüft. Zuvor gab es Fahrten im Siemens-Testzentrum in Nordrhein-Westfalen. (dpa)