BerlinDer U-Bahn-Bau ist ein Klimakiller – so könnte man das Ergebnis einer neuen Studie auf den Punkt bringen. Für den Bau von Tunneln und Bahnhöfen werde so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen, dass die Klimabilanz erst nach deutlich mehr als hundert Jahren positiv ausfalle. Das ist das Fazit einer Untersuchung, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. „Wir fordern die Politik auf, alle Projekte und Machbarkeitsuntersuchungen für neue Strecken einzustellen“, sagte Matthias Dittmer, einer der Autoren. Im Wahlkampf 2021 dürfe die U-Bahn deshalb kein Thema mehr sein. „Stattdessen müssen alle Kapazitäten auf den Ausbau des Straßenbahnnetzes fokussiert werden“, lautete die Forderung.

Der Zeitpunkt für die Präsentation war mit Bedacht gewählt: Am Freitag geht nach 20 Jahren Pause in Berlin wieder eine U-Bahn-Strecke in Betrieb. „Die Verlängerung der U5 darf nicht die letzte Ausbaustufe des U-Bahn-Netzes sein“, forderte der AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann. So sieht man es auch bei der SPD und CDU. Bei Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) stapeln sich bereits die Machbarkeitsuntersuchungen.

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