Der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal ist bisher eine natürliche Grenze in der Nähe des Hauptbahnhofs, der die Berliner Mitte von Moabit trennt. Das wird sich aber schon bald ändern, wie am Donnerstag bekannt wurde. Der Senat will bis Ende 2017 eine neue Brücke über den Kanal errichten, damit die neu entstehende Europacity besser mit den umliegenden Stadtvierteln verbunden wird. Die Brücke soll ausschließlich Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein.

Jetzt wurde der Sieger eines Wettbewerbs gekürt. Die Brücke soll nach dem Entwurf des Londoner Büros ACME, Friedrich Ludewig, errichtet werden, teilte am Donnerstag die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Nach Angaben von Sprecherin Petra Rohland wird die Brücke etwa 58 Meter lang und rund vier Meter breit werden. Sie überspannt den Schifffahrtskanal in fünfeinhalb Metern Höhe.

Stadtplatz ist der Ausgangspunkt

Als Europacity wird das rund 40 Hektar große Gelände nördlich des Hauptbahnhofs bezeichnet, das entlang der Heidestraße bis zur Perleberger Brücke reicht. Außer Konzernzentralen, Hotels und Büros ist auch ein Wohngebiet mit 1 400 Wohnungen geplant, in dessen Mitte ein Stadtplatz angelegt werden soll. Von diesem Platz aus wird die Stahlbrücke über den Kanal führen. Mit dem Wohnungsbau will das österreichische Unternehmen CA Immo in diesem Herbst beginnen.

Ob weiter südlich im Bereich des Hamburger Bahnhofs eine weitere Brücke über dem Kanal errichtet wird, darüber hat der Senat noch nicht entschieden.