Neue Wege und Straßen zur IGA in Berlin: Schnell und sicher zur Gartenschau nach Marzahn

Nicht nur die Gärten der Welt und der Kienberg werden zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) im kommenden Jahr umgestaltet, sondern auch große Bereiche in unmittelbarer Nachbarschaft. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wird zum Beispiel neue Geh- und Radwege bauen, damit die erwarteten 2,4 Millionen Besucher besser zum Ausstellungsgelände gelangen. Skateranlagen werden erneuert und Spielplätze für Kinder und Jugendliche neu gestaltet. Auch eine bezirkliche Touristeninformation entsteht an der Hellersdorfer Straße. Insgesamt investiert der Bezirk etwa 8,6 Millionen Euro in gut ein Dutzend Maßnahmen, die vor allem aus Fördermitteln von Bund und Land sowie aus dem Programm Stadtumbau Ost finanziert werden.

Breite Bürgersteige

„Es wird nicht nur auf dem IGA-Gelände alles schön sein, sondern auch ringsherum“, sagte Baustadtrat Christian Gräff (CDU) am Donnerstag. Die größten Veränderungen wird es in der Hellersdorfer Straße geben. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben bereits angekündigt, ihren U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße für fast acht Millionen Euro bis zum Beginn der IGA zu modernisieren, er soll dann den Namen „Kienberg – Gärten der Welt“ erhalten. Geschätzt wird, dass etwa 30 bis 40 Prozent der Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa der U-Bahn zur IGA anreisen.

Der Bezirk baut zugleich die Hellersdorfer Straße um. „Vom U-Bahnhof werden die Besucher barrierefrei zum IGA-Gelände gelangen“, so Gräff. Vor dem U-Bahnhof etwa werden die Bürgersteige auf 15 bis 20 Meter verbreitert, damit genügend Platz für die Fußgänger ist. „Dort werden auch Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt eingesetzt, damit die Besucher sicher über die Straße gelangen“, sagt der Stadtrat. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite werden Anliegerstraßen und Gehwege neu gepflastert, so dass vor dem IGA-Eingang große Aufenthaltsflächen entstehen.

Neben der dort geplanten Talstation der künftigen Seilbahn wird zudem eine Touristeninformation gebaut. Wie Gräff sagt, werden Besucher in dem Pavillon aus Holz und Glas eine Ausstellung zum Umbau der Großsiedlung in den vergangenen 25 Jahren sehen können. Außerdem gibt es einen 100 Quadratmeter große Veranstaltungssaal. Für den Umbau der Hellersdorfer Straße – dazu gehört auch ein neuer Radweg auf der Nordseite der Straße – sind allein 2,8 Millionen Euro vorgesehen.

10.000 Busse werden erwartet

Zum Verkehrskonzept an dieser Stelle gehört an der Ecke Alte Hellersdorfer Straße auch ein neuer Busparkplatz mit 60 Parkplätzen. Derzeit reisen jedes Jahr zwar nur etwa 200 Touristenbusse an, deren Passagiere sich die Gärten der Welt ansehen. Zur Gartenausstellung rechnet Christoph Schmidt, der Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, die die IGA ausrichtet, jedoch mit deutlich mehr: „Wir erwarten in dieser Zeit 10.000 Busse“, sagte er. Nach der Gartenausstellung sollen es dann immerhin noch 1000 Touristenbusse pro Jahr sein.

Die Grün Berlin wird für den Bezirk mehrere Spielplätze erneuern und für knapp eine Million Euro im Bereich des Wuhletals ein Umweltbildungszentrum errichten. „Hier werden Werte für die Bürger geschaffen, die auch nach der IGA langfristig Bestand haben“, sagt Schmidt. Mit dem Bezirk ist daher vereinbart, dass sich die Grün Berlin auch in den kommenden 15 Jahren um die Pflege und Instandhaltung sämtlicher IGA-Flächen, also auch um den Kienberg mit den neu angelegten Hangterrassen sowie um die Anlagen an der Hellersdorfer Straße, kümmert.

Unklar ist jedoch, ob es zwischen Marzahn und Hellersdorf nördlich der Eisenacher Straße eine weitere Verbindung über die Wuhle geben wird. Seit über 15 Jahren ist dort eine Brücke geplant. Doch für das etwa 42 Meter lange Bauwerk reiche auch jetzt das Geld nicht, so Gräff.