Wer im ersten Halbjahr 2017 eine Wohnung in Berlin mieten wollte, sollte dafür im Schnitt 9,95 Euro je Quadratmeter (kalt) zahlen – 9,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Die Mieten in Berlin stiegen danach mehr als doppelt so stark wie im Bundesgebiet.

Deutschlandweit verbuchte das BBSR eine Erhöhung der Angebotsmieten um 4,4 Prozent auf 7,90 Euro je Quadratmeter. Die ausgewerteten Mieten stammen aus Inseraten im Internet. Erfasst wurden dabei nicht-möblierte Wohnungen von 40 bis 130 Quadratmetern. Mieten aus bestehenden Mietverträgen flossen nicht mit ein. Spitzenreiter bleibt München mit Mieten von durchschnittlich 16,40 Euro je Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt am Main mit 12,95 Euro, Stuttgart (12,44 Euro) und Freiburg (11,82 Euro). Wohnungssuchende abseits der Ballungsräume müssen weniger tief in die Tasche greifen. So wurden in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Wunsiedel Wohnungen für 4,40 Euro pro Quadratmeter angeboten. (ulp.)