Der Mann ist müde, furchtbar müde. Sein Alltag hat sich eingegraben, jeden Morgen ins Kraftwerk, durch einen Körperscanner, der nach nuklearen Spuren forscht, nicht aber nach Sehnsüchten oder Ängsten. Die Moderne hat dem Leben seine Emotionen ausgetrieben, der Mensch scheint wie der Wurmfortsatz einer Maschine, inmitten eines kalten Ambientes. André Hennicke, dem schon als jungem Schauspieler in einigen Defa-Filmen die Furchen des unweigerlich kommenden Ungemachs ins Gesicht geschrieben standen, spielt diesen Mann, der merkwürdig in sich gekehrt ist, nur noch einen kleinen Schritt vom lebenden Leichnam entfernt. Schon bald wird er erfahren, dass seine Tochter verschwunden ist: nicht mehr Kind, aber noch längst nicht erwachsen. Die geschiedene Frau bittet um Hilfe. So begibt er sich auf die Suche, tritt die Reise an, auf der wir ihn begleiten.

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