Berlin - Mit einem klassischen Nine-to-five-Job lässt sich die Arbeit des neuen Müllers der Marzahner Mühle nicht beschreiben. Wenn das Wetter wechselt und Winde aufziehen, kann es sein, dass man zur Mühle fahren und sie drehen muss. Es gilt nicht nur, das Handwerk des Mahlens und den Umgang mit der Technik zu beherrschen. Zu den Aufgaben zählen auch Öffentlichkeitsarbeit und Interaktion mit Kindern, die beispielsweise den zur Mühle zugehörigen Tierhof Alt-Marzahn besuchen.

25 Jahre lang erfüllte derselbe Müller diese Anforderungen in der Bockwindmühle. Wegen eines sexuellen Übergriffs auf einen Praktikanten musste er Anfang 2020 gehen. Seitdem konnte der Posten nicht nachhaltig besetzt werden. Mit dem gelernten Bootsbauer Simon Rehle und einer Meisterin des Müllerhandwerks versuchten sich in kürzester Zeit zwei Müller an der Aufgabe. Beide verließen die Marzahner Mühle „wegen Differenzen mit der Führung der Agrarbörse“, des Trägers, an den die Müllerstelle angedockt ist. Woran liegt es, dass eines der Marzahner Wahrzeichen zuletzt nicht länger von einem Fachkundigen bewirtschaftet wurde?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.