Die Empörung war groß unter den Gothic- und Metalfans, als das K17 im Mai nach 17 Jahren plötzlich dicht machte. Jetzt gibt es gute Nachrichten für die schwarze Szene: Das K17 hat neue Besitzer, einen neuen Namen und einen Neueröffnungstermin. Unter dem Banner "Nuke Club" wird ab diesem Wochenende in der Pettenkoferstraße 17a in Friedrichshain wieder gefeiert. Allerdings sollten sich die Gäste darauf einstellen, dass sich für sie noch etwas mehr verändert, als nur der Name des Clubs.

Eine eigene Internetseite besitzt der Nuke Club noch nicht, allerdings hat die neue Geschäftsführung mit den Räumlichkeiten des K17 auch dessen Facebook-Profil übernommen und den Nuke Club dort schon einmal vorgestellt. Demnach besteht die Leitung der Nuke Events GmbH nun aus einer weiblichen Doppelspitze „und einem Team aus der Veranstaltung- und Marketingbranche.“ Einige alte Mitarbeiter seien aus dem K17-Team geblieben, komplett ausgewechselt worden sei allerdings das Security-Team. Mit der ehemaligen Sicherheitsfirma habe es Probleme gegeben, begründet die neue Leitung diese Entscheidung.

Kein reiner Gothic-/Metal-Club

Via Facebook kündigt Geschäftsführerin Ania Wysokinska zudem Änderungen in der künftigen Event-Gestaltung an. So sollen weniger Konzerte, dafür aber mehr Partys stattfinden. Man versuche zwar, "den früheren Gästen des K17 ihre Heimat wiederzugeben", heißt es, allerdings werde sich der Club in Zukunft einem breiteren Publikum öffnen. "Ein reiner Gothic-/Metal-Club ist nicht unser Konzept."

Einzelne Szene-Veranstaltungen werde es weiterhin geben, andere Partys sollen dagegen ein musikalisch breiteres Spektrum abdecken als bisher. "So versuchen wir den Spagat zwischen Szene und Mainstream für alle angenehm und erfolgreich zu gestalten. Alles andere würde einfach nicht funktionieren", erklären die neuen Betreiberinnen. Gleichzeitig versprechen sie aber: "Allgemein halten wir uns an die rockige Schiene. Wir werden also kein Electro-Club."

Renoviert wird in der Pettenkoferstraße 17a übrigens auch - und zwar die Toiletten, der Außenbereich sowie die Tresen. Auch an der Licht- und Tontechnik sowie der Farbgestaltung werde gearbeitet, heißt es. Am Freitag, 24. Juni, nimmt der Nuke Club mit dem "Friday Club" (einer Party aus K17-Zeiten) dann wieder den Betrieb auf, Sonnabend folgt die offizielle Eröffnungsparty.