Berlin - Kürzlich erst hat Verkehrssenator Michael Müller (SPD) entschieden, dass die Stadt das Amt des Fahrradbeauftragten nicht mehr braucht. Seine Senatskollege, Justizsenator Thomas Heilmann (CDU), hält dagegen offenbar deutlich mehr vom Beaufragtenwesen. Am Freitag jedenfalls ernannte er den 45-jährigen Rechtsanwalt Roland Weber zum neuen Opferbeauftragten. Einen solchen Posten gibt es sonst nirgendwo in Deutschland. Vielfältig seien die Aufgaben Webers, sagte Heilmann. Er solle Opfern von Straftaten Hinweise geben über die vielfältige Hilfsangebote, die noch zu wenig genutzt würden.

Vor allem aber soll der Anwalt die Perspektive der Opfer stärker in der Justizverwaltung verankern, sagte Heilmann. Ein Überfallopfer müsse etwa leichter in Erfahrung bringen können, wer der für den Fall zuständige Staatsanwalt sei. Deshalb soll Weber, der Mann mit dem akkuraten Bürstenhaarschnitt, die Verwaltung bei diesem Thema beraten, aber auch mögliche Beschwerden entgegennehmen. Alle Mitarbeiter der Verwaltung sind ihm gegenüber auskunftspflichtig. Künftig wird es einen jährlichen Bericht über die Lage der Opfer von Straftaten geben. Und eine Internet-Seite , die die Hilfsangebote für Opfer bündelt und darstellt.

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