Berlin - Es ist eine ganz besondere Premiere. An diesem Donnerstag wird, wenn alles wie geplant läuft, das weltweit erste Fußverkehrsgesetz verabschiedet. Schauplatz ist, man ahnt es, Berlin. Der vierte Abschnitt des Berliner Mobilitätsgesetzes widmet sich den Fußgängern – einer großen Gruppe von Verkehrsteilnehmern, die meist nur selten und dann auch nur am Rande ins Blickfeld der Planer und Politiker gerät. Baustellen engen Gehwege ein, autofreundliche Ampelschaltungen machen Straßenquerungen zu zeitraubenden Unterfangen, Polizisten schauen bei Falschparkern weg – um nur einige Beispiele zu nennen.

Das neue Paragrafenwerk setzt Standards, wie das Zu-Fuß-Gehen in Berlin gefördert und sicherer gemacht werden soll. Das ist ein großer Fortschritt. Allerdings schreibt Berlin bei diesem Thema nicht zum ersten Mal Gesetzestext. Vor knapp zehn Jahren verabschiedete der Senat die erste Fußverkehrsstrategie, Berlin war die erste deutsche Großstadt mit einem solchen Masterplan. Auch er listete auf, was im Einzelnen zu tun sei. Mit seinen zahlreichen Maßnahmen, Projekten und Konzepten gehörte das Werk zu den anspruchsvollsten Verkehrsplänen jener Zeit.

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