Mitten in Kreuzberg  wird sich am heutigen  Donnerstag  zeigen, ob der rot-rot-grüne Senat den Milieuschutz wie geplant vorantreiben kann. Es geht um das NKZ, das Neue Kreuzberger Zentrum am Kottbusser Tor.  Der Eigentümer will den  Gebäuderiegel mit seinen rund 300 Sozialwohnungen verkaufen. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag hat sich einen Bieterkrieg mit einem Investor geliefert – und verloren. Der Zuschlag ging für 57,5 Millionen Euro an die Juwelus NKZ Projekt GmbH. Damit  drohen steigende Mieten und Verdrängung. Der Deal sorgte für Kritik, doch inzwischen zweifeln Beteiligte, dass er tatsächlich zustande kommt.

Am heutigen  Donnerstag läuft die Frist ab, in der Höchstbieter Juwelus   beim Notar nachweisen muss, den Kaufpreis zahlen zu können.  Und bisher ist nichts passiert. „Wir denken, dass jemand, der knapp 60 Millionen ausgeben will, nicht bis zum letzten Tag wartet“, sagt Peter Ackermann, Beiratsvorsitzender der Kommanditgesellschaft NKZ.  Den Anteilseignern der KG gehört der Großteil des  Gebäudes. Die Juwelus GmbH  scheint abgetaucht, der Geschäftsführer sei im Ausland, heißt es auf Nachfrage.

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