Berlin - Nach der Massenschlägerei am Alexanderplatz vor rund zwei Wochen ist jetzt ein neues Video aufgetaucht. Es zeigt, wie das Wortgefecht zwischen den Youtubern ThatsBekir und Bahar Al Amood esakliert. Und sich der Hass der Männer und ihrer Begleiter in einer wilden Schlägerei mit rund 50 Menschen entlädt. 100 Polizisten waren nötig, um die Lage zu beruhigen.

Der aus Stuttgart stammende ThatsBekir (über 260.000 Abonnenten bei Youtube) hatte zu einem Treffen aufgerufen. YouTube-Kontrahent „Bahar Al Amood” (mehr als 13.000 Abonnenten) soll ihn vorab davor gewarnt haben, die deutsche Hauptstadt zu betreten. Bekir kam trotzdem.

Erst wüste Beschimpfungen, dann wird zugeschlagen

Auf dem Video ist deutlich zu hören, wie sich die Kontrahenten zunächst gegenseitig bedrohen und sich unter anderem als "Hurensohn" beleidigen. Dabei werden sie von ihren Begleitern sowie den umstehenden Massen angefeuert. 

Dann sagt Al Amood zu Bekir: "Du weißt, Du hast Familie beleidigt. Du weißt, bei Familie gibt‘s kein Spaß mehr, Habibi. Da geht‘s um Ehre!" Dann schlägt Ammod zu, in der Folge entwickelt sich eine Massenschlägerei.

Auf einem weiteren Video ist zudem zu sehen, wie einer Beteiligten von Einsatzkräften auf dem Boden fixiert wird, ein Polizist schützt sich und seine Kollegen dabei mit Pfefferspray. Der Urheber des Videos schlendert anschließend durch den Tumult, bezeichnet die männlichen Einsatzkräfte als "Hurensöhne", eine blonde Polizistin mit Pferdeschwanz nennt er verächtlich "dreckig". Festgenommen wird er nicht. 

Polizeigewerkschaft kritisiert Rapperszene

"Wir sehen in der Rapperszene und zunehmend auch bei anderen Influencern, dass sie teilweise sehr fahrlässig mit ihrem Einfluss umgehen", hatte Norbert Cioma, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), nach der Massenschlägerei gesagt. Es werde "scheinbar Mode, ganz bewusst Pulverfässer aufzumachen, um mehr Follower, Abonnenten und Klicks zu generieren". Dabei gebe es "Sinnvolleres, als seinen Bekanntheitsgrad dafür zu nutzen, jungen Gewaltbereiten eine geeignete Plattform in der Öffentlichkeit zu bieten und mit voller Absicht das Risiko einzugehen, dass die Lage eskaliert“.