Der angespannte Wohnungsmarkt in Berlin macht sich nicht nur bei den Mieten bemerkbar. Auch die Kaufpreise für Immobilien steigen rasant – und das vor allem bei Neubauten. Wer 2017 eine Eigentumswohnung in einem neu errichteten Haus in der Hauptstadt erwerben wollte, musste dafür bis zu 20 Prozent mehr ausgeben als noch im Jahr zuvor. Das geht aus einer Übersicht des Online-Marktplatzes Immobilienscout24 hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde.

4792 Euro kostet der Quadratmeter in Neukölln

Auf der „Neubau-Kauf-Map 2017“ ist deutlich zu erkennen, dass Neukölln Spitzenreiter bei der Preissteigerung ist: Hier kletterten die Angebotspreise für neue Eigentumswohnungen um 20,6 Prozent auf durchschnittlich 4792 Euro pro Quadratmeter. Ebenfalls deutlich wuchsen die Preise in Kreuzberg um 18,3 Prozent auf 5511 Euro sowie Tiergarten (+18,1 Prozent) auf 4710 Euro pro Quadratmeter.

In Grunewald war der Kauf einer Neubauwohnung mit 6327 Euro pro Quadratmeter am teuersten. Hier beträgt der Preisanstieg 13,4 Prozent. Auf Platz 2 liegt Mitte mit 6102 Euro pro Quadratmeter im Schnitt (+16,2 Prozent), gefolgt von Dahlem mit 5792 Euro pro Quadratmeter (+15 Prozent).

Auch in Marzahn ist der Preisanstieg zweistellig

Am vergleichsweise günstigsten wurden im Jahr 2017 neue Eigentumswohnungen in Wartenberg angeboten: mit Durchschnittspreisen von 1518 Euro pro Quadratmeter (+6,8 Prozent), in Bohnsdorf mit 2466 Euro (+10 Prozent) sowie Marzahn mit 2571 Euro pro Quadratmeter (+12,7 Prozent). 

Die Angaben beziehen sich laut Immobilienscout24 auf die Preise der gelisteten Neubauangebote auf dem Portal. Zugrunde gelegt wurde eine Beispielwohnung mit 80 Quadratmetern Wohnfläche, drei Zimmern, mittlerer Ausstattung und einem Baujahr zwischen 2015 und 2017. (kmi)