Spezialeinheiten der Polizei haben mit einem größeren Einsatz in Neukölln Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München unterstützt.

Dabei wurde am Donnerstagmorgen ein Handy- und Internetgeschäft durchsucht. Polizisten, die maskiert und mit Maschinenpistolen bewaffnet waren, standen vor und in dem Telecafé auf der Sonnenallee nahe dem Hermannplatz.

Die Pressestelle der Berliner verwies auf die Generalstaatsanwaltschaft München, die bei den Ermittlungen federführend sei. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft München würde das Geschäft einem syrischen Staatsbürger gehören, der in Verdacht steht eine ausländische Terrororganisation unterstützt zu haben. Es wurden Beweismittel sichergestellt. Eine Festnahme gab es nicht.

"Es handelt sich bei dem Vorwurf nicht um einen geplanten Terroranschlag", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der 43-jährige Mann, der sich zuletzt in Berlin aufhielt, soll 2014 ein Fahrzeug nach Syrien transportiert haben, um damit die Terrormiliz Ahrar al-Scham auszustatten. Bei dem Wagen soll es sich um kein Militärfahrzeug gehandelt haben, so der Sprecher.

Die Ahrar al-Scham ist eine islamistisch-salafistische Rebbelmiliz, die aus mehreren syrischen Brigaden besteht. Die radikalen Männer kämpfen im Bürgerkrieg in Syrien seit 2011 gegen die Assad-Regierung. (mit dpa)