Kurz nach 19 Uhr gerieten am Mittwochabend an der Silbersteinstraße in Neukölln Mitglieder einer arabischstämmigen Großfamilie aneinander.

Ein 55-jähriger Mann und eine 46-jährige Frau auf der einen Seite sollen mit Knüppel und Reizgas bewaffnet gewesen sein. Fünf Männer im Alter von 18, 19, 24, 31 und 56 Jahren auf der anderen Seite hatten sich ebenfalls mit Knüppeln bewaffnet.

Bei der Prügelei erlitten der 55-Jährige und die Frau leichte Kopfverletzungen. Drei Kontrahenten aus der gegnerischen Gruppe trugen Augenreizungen davon. Alle Verletzungen wurden ambulant im Krankenhaus behandelt.

Bei dem 19-Jährigen, der ebenso leicht am Kopf verletzt und auch ambulant behandelt wurde, fanden die Polizisten ein Messer, das jedoch offensichtlich nicht eingesetzt wurde. Die Beamten beschlagnahmten es.

Der Hintergrund der Auseinandersetzung ist unklar. Die Beteiligten warfen sich gegenseitig vor, angegriffen zu haben. Sie sollen schon länger verfeindet sein. Ansonsten machten die Beteiligten gegenüber der Polizei nur spärliche Angaben. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Stich in den Bauch

Gegen Mitternacht gerieten dann in der Neuendorfer Straße in Spandau zwei Gruppen in Streit und schlugen mit Gegenständen aufeinander ein. Dabei erlitt ein 32-Jähriger eine lebensgefährliche Stichverletzung in den Bauch. Er kam in ein Krankenhaus, wo er notoperiert werden musste.

Ein 23- und ein 36-Jähriger aus der Gruppe des Schwerverletzten erlitten Schnittverletzungen. Sie konnten das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung aber wieder verlassen. Zwei Männer im Alter von 21 und 27 Jahren aus der anderen Gruppe mussten wegen Kopfplatzwunden in einer Klinik ambulant behandelt werden. Die Kriminalpolizei versucht nun die Hintergründe des Streits herauszubekommen. Auch in diesem Fall machten die Beteiligten nur wenige Angaben.