Für wenig Geld Bus und Bahn fahren – deutschlandweit. Das Neun-Euro-Monatsticket macht es im Juni, Juli und August möglich. Am Montag gab es eine gute Nachricht für alle, die das Sonderangebot tatsächlich ausprobieren möchten: Die Deutsche Bahn (DB) und die S-Bahn Berlin setzen zusätzliche Züge ein.

Davon profitieren zum Beispiel Reisende, die von Berlin an die Ostsee fahren. Das teilte die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) mit.

So soll auf der Regionalexpresslinie RE3, die Berlin mit Pasewalk und Stralsund verbindet, sonnabends und sonntags ein zusätzliches Zugpaar verkehren (ein Zugpaar bedeutet: ein zusätzlicher Zug in jede Richtung). Außerdem wird der Ausflugszug Berlin–Prenzlau von und nach Stralsund verlängert. Zwei weitere neue Zugpaare stellen in Angermünde Anschlüsse von und nach Berlin her – ebenfalls an Wochenenden im Juni, Juli und August.

Möglichst ohne Fahrrad in den Regionalzug

Auch der Fahrplan der stark genutzten Linie RE5 zwischen Berlin und Rostock wird sonnabends und sonntags aufgestockt. So wird der Ausflugszug Berlin–Neustrelitz von und nach Rostock verlängert. Zwei weitere zusätzliche Zugpaare verkehren im Anschluss an andere Züge zwischen Berlin und Neustrelitz (allerdings nicht am 13./14. August).

Auf anderen Verbindungen profitieren die Reisenden ebenfalls. So verkehrt die Linie RE7 planmäßig auch an den Wochenenden mit einem zweiten Triebwagen zwischen Zossen, Berlin, Bad Belzig und Dessau, teilte die DB mit.

Auf der Regionalbahnlinie RB16 zwischen Neustrelitz und Mirow soll punktuell ein größeres Fahrzeug eingesetzt werden, so die VMV. Die Usedomer Bäderbahn verkehrt ebenfalls mit größerer Kapazität. Auf der  RB23 Züssow–Swinemünde ist der Einsatz zusätzlicher und größerer Züge geplant.

„Die Fahrradmitnahme ist nicht im Neun-Euro-Ticket inbegriffen“, betonte die Bahn. „Die Mitnahme des Fahrrads kann nicht garantiert werden, da insgesamt mit einer hohen Auslastung gerechnet wird.“ Empfohlen wird, sich am Ziel ein Fahrrad zu mieten.

Auch die Berliner S-Bahn setzt mehr Züge ein

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat gefordert, über ein Verbot der Fahrradmitnahme nachzudenken. Doch davon wollen die Länder Berlin und Brandenburg nichts wissen. Auch Jens Wieseke vom Fahrgastverband IGEB lehnt dies ab. „Es ist klar, wer Vorrang hat.“ Ist wenig Platz vorhanden, haben Rollstuhlfahrer und Kinderwagen Priorität, sagte er. Das Zugbegleitpersonal müsse dazu beitragen, dass die Regel durchgesetzt werde.

Am Montag meldete auch die S-Bahn Berlin, dass sie ihre Angebote im Juni, Juli und August aufstockt. Auf den Linien S1 und S7 wird der Zehn-Minuten-Takt montags bis sonnabends bis zirka 21.30 Uhr verlängert, meldete das DB-Unternehmen.

Auf den Linien S1, S3 und S5 fahren die Verstärkerzüge in der späten Hauptverkehrszeit eine Stunde länger – anstatt bis circa 19 Uhr bis circa 20 Uhr. Auf der Linie S2 verkehren die Züge am Sonntag statt mit vier mit acht Wagen. Die Strecke der Linie S26 wird an Wochenenden verlängert – über Potsdamer Platz hinaus bis Gesundbrunnen.

Außerdem verstärkt die S-Bahn ihre Reinigungsteams, um die Züge sauber zu halten: Sogenannte Unterwegsreiniger sammeln während der Fahrt losen Müll ein und an Endbahnhöfen werden, wenn nötig, Verschmutzungen beseitigt.