Die dämpfende Wirkung der Mietpreisbremse auf die Mieten in Berlin setzt sich offenbar fort. Wie das Internetportal Immobilienscout 24 am Mittwoch mitteilte, stagnierten in Berlin im Juli die Preise für Wohnungen, die im Internet zur Vermietung angeboten wurden – mit Tendenz nach unten.

Nachdem die Angebotsmieten im Juni um 27 Cent auf durchschnittlich 8,53 Euro je Quadratmeter gesunken waren, verlangten die Vermieter im Juli im Schnitt 8,46 Euro je Quadratmeter. In Hamburg entwickelten sich die Preise ebenfalls nach unten, teilte Immobilienscout mit. „Wir sehen in unseren Daten für Berlin und Hamburg ungewöhnliche Preisrückgänge, die zeitgleich mit dem Inkrafttreten der Mietpreisbremse auftreten. Das ist ein starkes Indiz, dass sich viele der örtlichen Vermieter bei der Neuvermietung mehr an den regionalen Mietspiegeln orientieren“, sagte Jan Hebeker von Immobilienscout24.

Die Mietpreisbremse trat in Berlin am 1. Juni in Kraft, in Hamburg am 1. Juli. Vermieter dürfen danach beim Abschluss neuer Verträge die ortsübliche Miete nur um maximal zehn Prozent überschreiten. Der Mietspiegel gibt Auskunft über die ortsübliche Miete einer Wohnung.

Vor Inkrafttreten der Mietpreisbremse waren die Angebotsmieten in Berlin laut Immobilienscout von durchschnittlich 8,50 Euro je Quadratmeter im Januar auf 8,80 Euro (kalt) im Mai gestiegen.