Im Streit um das derzeit gültige Berliner Neutralitätsgesetz haben nun Schulleiter und langjährige Gewerkschaftsfunktionäre klar Position bezogen: In einem offenen Brief fordern sie die bisherige, gut zehn Jahre alte Regelung beizubehalten. Lehrer, aber auch Polizisten und Justizbedienstete sollen weiter im Dienst keine religiösen Symbole tragen dürfen. Weder Kopftuch noch Kippa oder Kreuz.

„Pädagoginnen und Pädagogen haben eine Vorbildfunktion“, heißt es in dem Schreiben, das der Berliner Zeitung vorliegt. „Das Tragen eines Kopftuches, das weltweit gerade nicht für die ’Gleichstellung der Geschlechter’ steht, widerspricht dem Vorbildcharakter im Sinne des Schulgesetzes.“ Das gelte auch angesichts der Tatsache, dass es Frauen gebe, die das Kopftuch selbstbestimmt oder aus modischen Gründen tragen. Unterschrieben haben den Brief Lydia Sebold aus dem Vorstand des Grundschulverbands sowie Erhard Laube, einst oberster Berliner Schulaufsichtsbeamter, Ex-Landesschulamtsleiter Wilfried Seiring und weitere Pädagogen.

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