13. Oktober

17.00 Uhr: Teilnehmer berichten von ihren Erfahrungen

Auf dem Klima-Camp haben in dieser Woche rund 2.200 XR-Mitglieder gezeltet. Einige haben dort auch nur geholfen, wie die 25-jähriger Berliner Studentin Melis Kiran. Sie sagt zu der Woche: „Seit sieben Jahren lebe ich schon in Berlin, in dieser Woche habe ich aber das erste Mal das Gefühl gehabt, richtig anzukommen. Das ist meine Stadt, in der ich wohne und ich gestalte diesen Wohnraum mit. Berlin habe ich so neu kennengelernt und die Menschen, die hier neu hinkommen. Ich wusste das Berlin bunt ist, aber die Farben habe ich in dieser Woche nochmal neu gesehen.“

16.30 Uhr: Vorschläge für die Klimarettung werden präsentiert

Die ganze Woche über haben die Aktivisten von XR nicht nur demontiert, sondern auch an Vorschlägen für die Klimarettung gearbeitet. 400 nahmen an der dafür einberufenen Bürger*Innenversammlung teil, 100 Ideen kamen dabei raus - unter anderem die Aufklärung des Klimawandels voranzutreiben. 

16.00 Uhr: Stresemannstraße ist geräumt

Die von Demonstranten der Umweltbewegung Extinction Rebellion (XR) blockierte Berliner Stresemannstraße am Bundesumweltministerium ist geräumt. „Der Verkehr rollt wieder. Die meisten Demonstranten sind von alleine gegangen“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag. „Einige wenige“ seien demnach weggetragen worden. Manche Demonstranten hätten sich zuvor mit Klebstoff an der Straße festgeklebt. Andere versuchten, sich an Gegenständen wie Rohren festzuketten. (dpa)

15.50 Uhr: Zelte werden abgebaut

Im Klima-Camp geht es in die letzten Züge, während im hinteren Teil die Zelte abgebaut werden, wird vorne eine Bühne errichtet. Um 16 Uhr werden dort die Ergebnisse ihre Bürgerversamlung mitgeteilt.

11.47 Uhr: Polizei will Straße vor Umweltministerium räumen

Dutzende Umweltaktivisten der Bewegung Extinction Rebellion (XR) haben in der Nacht auf Sonntag auf der Straße vor dem Bundesumweltministerium geschlafen - nun will die Polizei räumen. „Wir möchten die Fahrbahn frei bekommen und sprechen mit den Demonstranten“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmittag. Die Demonstranten werden gebeten, auf eine alternative Fläche in der Nähe - an der Einmündung zur Köthener Straße - auszuweichen.

Hintergrund der Räumung sei eine von den Aktivisten geplante Bürgerversammlung, die nicht auf der Straße abgehalten werden könne, teilte der Polizeisprecher mit. „Wir setzen auf das Gespräch miteinanander und hoffen, dass die Fahrbahn dann freigegeben wird“. 

In der Nacht auf Sonntag hatten nach Angaben der XR-Sprecherin Lu-Yen Roloff rund 100 Aktivisten auf der Stresemannstraße vor dem Ministerium in Schlafsäcken übernachtet, „eng an eng“. Auf einem Transparent hieß es: „Wann wacht die Politik auf?“ Für den Sonntag hatte Extinction Rebellion dort auch ein Kulturprogramm und Diskussionsrunden geplant. (dpa) 

12. Oktober

18.35 Uhr: Stresemannstraße bis Sonntag besetzt, Klimacamp am Kanzleramt

Das XR-Protestcamp am Kanzleramt ist noch bis Sonntag angemeldet. Die Umweltschutzbewegung will in zahlreichen Großstädten weltweit mit gewaltfreiem Protest auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam machen. Die Stresemannstraße werde bis Sonntag besetzt, hieß es. „Bis wann genau, das werden wir noch abstimmen“, sagte XR-Sprecherin Lu-Yen Roloff. (dpa)

17.45 Uhr: Polizeigewerkschaft fordert mit Einsatzkräfte in Berlin 

Wegen zahlreicher Demonstrationen in Berlin sowie dem Wunsch nach stärkerem Schutz jüdischer Einrichtungen forderte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Einsatzkräfte in der Hauptstadt. „Unsere Kollegen werden ständig alarmiert, Dienstpläne komplett verworfen und Überstunden ohne Ende geschoben. Aktuell bräuchten wir das Personal von zehn Einsatzhundertschaften“, forderte GdP-Landesvize Stephan Kelm am Samstag.

Die Polizei Berlin wollte die Größenordnung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht bestätigen. „Wir geben dazu keinen Kommentar ab. Aber grundsätzlich besteht in einer großen Stadt wie Berlin immer Personalbedarf“.

17.30 Uhr: 450 Menschen blockieren Bundesumweltministerium

Bis zu 800 Demonstranten haben sich am Samstagnachmittag nach Angaben der Umweltbewegung Extinction Rebellion (XR) vor dem Bundesumweltministerium und auf anderen Teilen der Stresemannstraße in der Nähe des Potsdamer Platzes versammelt. „Drei Viertel der Leute sitzen in kleinen Gruppen auf der Straße. Autos kommen keine durch“, sagte XR-Sprecherin Lu-Yen Roloff. Die Polizei sprach von rund 450 Menschen und bestätigte die Blockade. Für Fußgänger und den Fahrradverkehr würden jedoch Gassen zum Passieren frei gehalten. Eine Räumung der Straße war nach Polizeiangaben am Nachmittag zunächst nicht geplant.

 Die Berliner Polizei sprach zunächst am Vormittag von einer ruhigen Lage. Nur eine kleine Menschengruppe „im einstelligen Bereich“ habe versucht, die Eingänge zum Bundesumweltministerium zu blockieren. Die Demonstranten hielten demnach am Morgen „Small-Talk in der Sonne“. Das angenehme Spätsommerwetter habe dann tagsüber für größeren Zulauf gesorgt, so die Veranstalter.

Geschminkte Kinder spielten auf der Straße, es gab Workshops für Meditation und den Bau von Lastenfahrrädern. Am Nachmittag organisierten die Demonstranten eine Diskussionsrunde zum Thema „Wie können wir bis 2025 klimaneutral werden?“. (dpa)

17.00 Uhr: Chor-Gesang im Shopping-Center

Anhänger der Extinction-Rebellion-Bewegung haben sich im Shopping Center Mall of Berlin versammelt und singen. 

15.45 Uhr: Diskussionen und Musik am Umweltministerium

Vor dem Umweltbundesministerium findet eine offene Versammlung von Extinction Rebellion statt. Zuvor legten die Demonstranten eine Yoga-Pause ein. Noch bis in den späten Abend sind Auftritte und Diskussionen auf der Stresemannstraße geplant. 

11.31 Uhr: Keine blockierten Straßen

Nach Straßenblockaden in den vergangenen Tagen durch Aktivisten der Umweltbewegung Extinction Rebellion in Berlin hat die Polizei am Samstagvormittag keine Störungen gemeldet. In der Stresemannstraße nahe des Anhalter Bahnhofs hielten sich noch mehrere hundert Menschen auf, teilte ein Sprecher vor Ort mit. „Sie halten Small-Talk in der Sonne. Die Lage ist ruhig.“. Der Verkehr werde nicht blockiert. Zuvor hatten nach Angaben einer Polizeisprecherin „Personen im einstelligen Bereich“ versucht, die Eingänge zum Bundesumweltministerium zu blockieren.

Wegen zahlreicher Demonstrationen in Berlin sowie dem Wunsch nach stärkerem Schutz jüdischer Einrichtungen forderte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Einsatzkräfte in der Hauptstadt. „Unsere Kollegen werden ständig alarmiert, Dienstpläne komplett verworfen und Überstunden ohne Ende geschoben. Aktuell bräuchten wir das Personal von zehn Einsatzhundertschaften“, forderte GdP-Landesvize Stephan Kelm am Samstag.

Die Polizei Berlin wollte die Größenordnung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht bestätigen. „Wir geben dazu keinen Kommentar ab. Aber grundsätzlich besteht in einer großen Stadt wie Berlin immer Personalbedarf“. (dpa) 

11. Oktober

16.04 Uhr: Aktivisten blockieren Stresemannstraße

In Kreuzberg hat sich laut Verkehrsinformationszentrale ein regelrechter Stau-Knoten gebildet. Aktuell blockieren die Klima-Aktivisten die Stresemannstraße.

15.20 Uhr: Sitzblockade am Umweltministerium

Klima-Aktivisten haben sich am Bundesumweltministerium gesammelt. Bei der Sitzblockade tritt die Band Bonaparte auf. auch DJ Acid Pauli soll noch auftreten.

11.46 Uhr: Räumung an der Marschallbrücke

8.32 Uhr: Keine neuen Blockaden am Freitagmorgen

Autofahrer müssen sich in Berlin zumindest am Freitagmorgen wohl auf keine neuen Blockaden von Klimaaktivisten einstellen. Wie es von Extinction Rebellion hieß, ist die nächste große Aktion für Freitagmittag geplant. Zunächst hatte der „Tagesspiegel“ in seinem „Checkpoint“-Newsletter darüber berichtet. Nach Polizeiangaben blieb es in der Nacht bei den bestehenden Blockaden weiterhin friedlich.

Am Donnerstag hatte die Gruppe ihren Protest mit mehreren kleineren Aktionen in Berlin fortgesetzt. Sie hielten die Marschallbrücke in Mitte unweit des Reichstags besetzt, außerdem die Kottbusser Brücke. Weitere Aktionen gab es am Bundesumweltministerium und an der CDU-Zentrale, dabei klebten Aktivisten etwa ihre Hände an die Fensterscheiben.

Auch die Anhänger von Fridays for Future wollen am Freitag wieder auf die Straße gehen. Die Umweltbewegung hat zu Aktionen aufgerufen, zu denen sie mehrere hundert Teilnehmer erwartet. (dpa)

7.32 Uhr: Klimaproteste in Berlin gehen weiter

Mit ihren Straßenblockaden in Berlin haben die Aktivisten von Extinction Rebellion in den vergangen Tagen für Aufsehen gesorgt. Auch am Freitag soll es wieder Aktionen geben. Die Anhänger von Fridays for Future wollen derweil ebenfalls wieder auf die Straßen gehen. Die Umweltbewegung hat zu Aktionen aufgerufen, zu denen sie mehrere Hundert Teilnehmer erwartet.

Nach Angaben der Veranstalter soll zudem am Vormittag eine Demonstration durch das Regierungsviertel und eine Fahrraddemo vom Westkreuz aus starten. Am Mittag wollen sich auch die Anhänger von Fridays for Future am Roten Rathaus versammeln.

Die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion (XR) hatten am Donnerstag ihren Protest mit mehreren kleineren Aktionen in Berlin fortgesetzt. Sie hielten die Marschallbrücke in Mitte unweit des Reichstags besetzt, außerdem die Kottbusser Brücke. Weitere Aktionen gab es am Bundesumweltministerium und an der CDU-Zentrale, dabei klebten sich Aktivisten etwa mit ihren Händen an die Fensterscheiben.

Wie viele Teilnehmer es am Donnerstag insgesamt bei den Aktionen gab, ließ sich nach Angaben der Polizei schwer einschätzen. Die Proteste seien nach wie vor aber friedlich gewesen, sagte eine Sprecherin.

Für den frühen Freitagmorgen kündigte die Bewegung eine „große Aktion“ an, ohne zunächst weitere Details zu nennen.

Die Bewegung hatte sich auch enttäuscht von der Bundesregierung gezeigt: „Unsere Forderungen wurden nicht erfüllt“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. „Und die Regierung hat auch nicht das Gespräch mit uns gesucht. Wir sind in einer friedlichen Rebellion, bis die Regierung die Forderungen umsetzt.“ (dpa)

10. Oktober

18.00 Uhr Verkehrseinschränkungen in Kreuzberg

Laut der Verkehrsinformationszentrale kann es in der Zeit von 18.00 bis 22.00 Uhr aufgrund der Demonstration in Kreuzberg im Bereich Oranienburger Platz, Wiener Straße, Ohlauer Straße, Friedelstraße, Sonnenallee, Hermannplatz, Kottbusser Damm und Kottbusser Tor zu Verkehrseinschränkungen kommen.

16.33 Uhr: Extinction Rebellion besetzt Kottbusser Brücke

Am späten Nachmittag begannen die Aktivisten, die Kottbusser Brücke zu blockieren, wie die Polizei mitteilte. Eine Gruppe von 70 Personen habe sich dort zum Teil mit Transparenten versammelt. Nach XR-Angaben waren es noch deutlich mehr. (dpa)

16.00 Uhr: Chausseestr. / Invalidenstr. blockiert

An der Chausseestr. / Invalidenstr. nahe der U-Bahnstation Naturkundemuseum hat sich eine weitere Blockade gebildet.

15.00 Uhr: Nichts hören, nichts sagen, nichts sehen

Vor dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit protestieren Klimaaktivisten von Extinction Rebellion. Auf einem Twitter-Video der Gruppe sind die Szenen zu sehen: Die Demonstranten halten sich Augen, Ohren und Münder zu, während auf ihren Plakaten „Wahrheit nicht sehen“, „Wahrheit nicht hören“ und "Wahrheit nicht sagen“ steht.

14.00 Uhr: Extinction Rebellion von Regierung enttäuscht

Die Umweltschutzgruppe Extinction Rebellion (XR) hat sich an ihrem vierten Protesttag in Folge enttäuscht von der Bundesregierung gezeigt. „Unsere Forderungen wurden nicht erfüllt“, sagte XR-Sprecherin Annemarie Botzki am Donnerstag in Berlin. „Und die Regierung hat auch nicht das Gespräch mit uns gesucht. Wir sind in einer friedlichen Rebellion, bis die Regierung die Forderungen umsetzt.“ (dpa) 

13.10 Uhr: Proteste am Südstern

Auch am Südstern blockieren Demonstranten von Extinction Rebellion die Fahrbahn. Die Verkehrsinformationszentrale verkündet auf Twitter, dass es in Kreuzberg Richtung Gneisenaustraße zu Verkehrseinschränkungen kommen kann.

12.40 Uhr: Extinction Rebellion demonstriert vor der CDU-Zentrale

Die Klimaaktivisten demonstrieren vor der CDU-Zentrale, dem Konrad-Adenauer-Haus.

11:50 Uhr Stimmung auf der Jannowitzbrücke

8.22 Uhr: Polizei will Jannowitzbrücke räumen

In den Berliner Stadtteilen Mitte und Kreuzberg kann es am Donnerstag wegen Straßenblockaden von Klimaaktivisten von Extinction Rebellion wieder zu langen Wartezeiten für Autofahrer kommen. Am Morgen kündigte die Polizei gegen 07.20 Uhr an, die blockierte Jannowitzbrücke demnächst räumen zu wollen. Nach einer Lautsprecheransage werde zunächst abgewartet, ob die Aktivisten die Brücke freiwillig verlassen.

Extinction Rebellion hatte zuvor angekündigt, weiter an der Jannowitzbrücke und an der Marschallbrücke in Berlin-Mitte zu bleiben. Nach Polizeiangaben waren an der Jannowitzbrücke am Donnerstagmorgen etwa 250 Menschen, an der Marschallbrücke 200. Wer am Donnerstag im Zentrum Berlins unterwegs ist, soll nach Empfehlung der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) möglichst das Auto stehen lassen. Die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg wurde nach Angaben der VIZ in der Nacht wieder freigegeben.

Auf Twitter forderten die Aktivisten Unterstützung für die Blockaden auf der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte und der Marschallbrücke in der Nähe des Bundeskanzleramts. Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben. (dpa)  

7.40 Uhr: Extinction Rebellion blockiert weiter - wieder Staus erwartet

In den Berliner Stadtteilen Mitte und Kreuzberg kann es am Donnerstag wegen Straßenblockaden von Klimaaktivisten von Extinction Rebellion wieder zu langen Wartezeiten für Autofahrer kommen. Wer kann, soll das Auto nach Empfehlung der Verkehrsinformationszentrale am besten stehen lassen. Die Umweltaktivisten kündigten an, weiter an der Jannowitzbrücke und an der Marschallbrücke zu bleiben. Nach Polizeiangaben waren an der Jannowitzbrücke am Donnerstagmorgen etwa 250 Menschen, an der Marschallbrücke 200.

Die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg wurde nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale in der Nacht wieder freigegeben. Auf Twitter forderten die Aktivisten Unterstützung für die Blockaden auf der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte und der Marschallbrücke in der Nähe des Bundeskanzleramts. Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben. (dpa)

9. Oktober 

22.20 Uhr: Keine Blockaden in der Nähe von Solidaritätsveranstaltungen

Angesichts des Angriffs auf eine Synagoge in Halle und des Einmarschs türkischer Truppen in Syrien hat die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion Rücksicht bei ihren Protesten auf entsprechende Solidaritätsbekundungen angekündigt. Es werde vor, nach und in der Nähe dieser Kundgebungen zunächst keine neuen Blockaden geben, sagte eine Sprecherin der Bewegung der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend. Die bestehenden Blockaden, etwa die auf der Marschallbrücke, sollten den Angaben zufolge aber bestehen bleiben.

Am Abend hatte es nach dem Angriff in Halle etwa eine Solidaritäts-Veranstaltung an der Synagoge in der Oranienburger Straße gegeben, an der auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnahm. Am Brandenburger Tor kamen laut Polizei deshalb ebenfalls zahlreiche Menschen zusammen. Laut Polizei hatte es auch eine angemeldete Veranstaltung am Hermannplatz mit Bezug zum Syrienkrieg gegeben, an der allerdings nur wenige Leute teilnahmen. (dpa)

21.02 Uhr: Brücken-Sperrungen dauern bis Donnerstag früh

Voraussichtlich werden Jannowitz, Marshall- und Oberbaumbrücke bis zum Donnerstagmorgen gesperrt bleiben. Auch dann sind weitere Aktionen der Klima-Aktivisten geplant. Die Verkehrsinformationszentrale rechnet vor allem in Berlin-Mitte und Kreuzberg mit langen Staus. 

19.30: Solidarität mit den Opfern von Halle

In ihrer Telegram-Gruppe rufen die Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion zu einer Schweigeminute für die Opfer von Halle auf: „Wir laden alle Rebell*innen ein, den Abend im Camp und auf den Aktionen der Solidarität mit den Opfern der Anschläge und den Leidtragendes des Krieges sowie der friedlichen Einkehr zu widmen, Kerzen anzuzünden und Schweigeminuten einzulegen. Wir möchten allen Rebellen ermöglichen sich den Solidaritäts-Demonstrationen für Halle vor der großen Synagoge um 20 Uhr und der Solidaritäts-Demonstration für Rojava um 19 Uhr vor dem Brandenburger Tor anzuschließen.“

18:57 Uhr: Oberbaumbrücke teilweise frei

18:41 Uhr: Proteste dauern bis in den späten Abend an

Zahlreiche Aktivisten haben nach Angaben der Polizei die Oberbaumbrücke und auch den Kurfürstendamm an der Ecke Joachimsthaler Straße besetzt. Die Proteste sollen noch bis zum späten Abend andauern. An allen Orten ist der Protest bisher friedlich. 

18.38 Uhr: Jubel am Kudamm

17.34 Uhr: Demonstranten besetzen Oberbaumbrücke

17.00 Uhr: Aktivisten sammeln sich am Kudamm

Auch am Kudamm sammeln sich Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion.

16.00 Uhr: Diese Straßen sind gesperrt

In ganz Berlin müssen Autofahrer mit Sperrungen rechnen. Autofahrer müssen sich auf folgenden Stauzeiten einstellen:

15.53 Uhr: Rund 200 Demonstranten blockieren Jannowitzbrücke

Rund 200 Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben den Platz an der Jannowitzbrücke besetzt. „Wir setzen erstmal auf die Kommunikation und wollen den Demonstranten die Möglichkeit geben, selbst den Platz zu verlassen“, teile eine Sprecherin der Polizei am Mittwochnachmittag mit. Der Verkehr war dort am Nachmittag in beide Richtungen gesperrt.
Zuvor hatten die Aktivisten unter anderem über WhatsApp zu „Bienenschwarm“-Aktionen in Berlin aufgerufen - also vielen einzelnen Protestaktionen in der Stadt.

Nach Angaben eines dpa-Reporters ist die Mühlendammbrücke, die seit den Morgenstunden besetzt war, wieder geräumt, für den Verkehr aber weiterhin gesperrt. Auch die Marschallbrücke wird weiterhin von Demonstranten blockiert. Am Nachmittag waren außerdem Aktionen am Kurfürstendamm geplant. (dpa) 

15.00 Uhr: Klimaprotest vor der SPD-Zentrale

Eine weitere XR-Demo befindet sich gerade vor der SPD Parteizentrale, dem Willi-Brand-Haus.

14.45 Uhr: Lange Staus in Mitte und Kreuzberg

Autofahrer aufgepasst: Es gibt in Berlin aufgrund der Protestaktionen von Extinction Rebellion zahlreiche Sperrungen und Staus.

14.30 Uhr: Umweltverbände befürworten Aktionen von Extinction Rebellion

Der BUND und Greenpeace haben die Klima-Proteste in Berlin positiv bewertet. „Bewegungen wie Extinction Rebellion oder Fridays for Future bieten den Menschen eine gute Möglichkeit, ihrer Empörung Luft zu machen. Was die losgetreten haben, ist absolut bemerkenswert und hat auch die Bundesregierung beeindruckt“, sagte Klima-Expertin Lisa Göldner von Greenpeace am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Direkte Unterstützung gebe es aber nicht. Extinction Rebellion habe nicht angefragt, so Göldner. „Es gibt eine wunderbare Arbeitsteilung zwischen den Verbänden. Wir gehen auch Wege, die anderen Akteuren nicht offen stehen, wie zum Beispiel die Klimaklage. Wir haben gemeinsam mit drei Familien die Bundesregierung wegen Nichteinhaltung des Klimaziels 2020 verklagt“, sagte die Greenpeace-Expertin.

Vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hieß es: „Wir verstehen die Menschen, die die Auswirkungen von Klimakrise und Artensterben sehen und die vor allem aus einem Grund auf der Straße sind: Nämlich weil Sie die Unbeweglichkeit und den Entscheidungsstau in der Bundesregierung nicht mehr ertragen können“.  (dpa)

13.30 Uhr: Neue Blockade auf der Jannowitzbrücke

Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion haben nun auch auf der Jannowitzbrücke eine Blockade gebildet.

13.00 Uhr: Polizei räumt Mühlendammbrücke

12.45 Uhr Großer Stern komplett geräumt

Nach der Besetzung durch Umweltaktivisten hat die Berliner Polizei den Großen Stern im Tiergarten komplett geräumt. In Kürze sollte auch der Verkehr wieder rollen. Die Anhänger von Extinction Rebellion hatten zuvor die Zufahrtsstraßen besetzt. Der westliche Teil der Straße des 17. Juni in Richtung Großer Stern und die Hofjägerallee in Richtung Süden waren jedoch bereits wieder frei. (dpa) 

11.55 Uhr: Extinction Rebellion: Polizei räumt auch Spreeweg

Nach der blockierten Altonaer Straße hat die Polizei am Mittwochvormittag auch den Spreeweg in Berlin-Tiergarten geräumt. Unterdessen haben Demonstranten der Umweltbewegung Extinction Rebellion die Mühlendammbrücke in Mitte besetzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Aktivisten hatten die Altonaer Straße, den Spreeweg und weitere Zufahrtsstraßen zum Großen Stern seit Montagmorgen besetzt. Der westliche Teil der Straße des 17. Juni in Richtung Großer Stern und die Hofjägerallee in Richtung Süden waren zuvor wieder frei. Die Mühlendammbrücke verbindet die Fischerinsel mit dem Molkenmarkt auf dem nordöstlichen Spreeufer. (dpa)

11.00 Uhr: Ausgelassene Stimmung auf der Marschallbrücke

Rund 550 Aktivisten haben sich mittlerweile versammelt- sie sitzen auf bunten Decken und singen - halten Transparente hoch und verteilen an Fahrradfahrer Flyer. „Ich bin hier, weil ich der Meinung bin, dass unsere Kinder auch eine Zukunft brauchen", sagt Andreas, ein 29-jähriger Student aus Dresden.  Ein weiterer Student aus Dresden, Janik Fechtelpeter, sagt: „Wir blockieren die Brücke, weil sie in der Nähe des Bundestages ist und die Politik soll auf uns aufmerksam werden!"

Viele der Demonstranten sind Studenten und Schüler. Es gibt aber  auch Aktivisten wie Philip Lindner, 29, der Doktorand an der Universität in Freiburg ist und sich für die Demo Urlaub genommen hat. 

10.30 Uhr: Polizei räumt Altonaer Straße ––Aktivisten besetzen Mühlendammbrücke

Die Polizei hat am Mittwochvormittag die blockierte Altonaer Straße in Berlin-Tiergarten geräumt. Unterdessen haben bis zu 200 Demonstranten der Umweltbewegung Extinction Rebellion die Mühlendammbrücke in Mitte besetzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Aktivisten von Extinction Rebellion hatten die Altonaer Straße und weitere Zufahrtsstraßen zum Großen Stern seit Montagmorgen besetzt. Der westliche Teil der Straße des 17. Juni in Richtung Großer Stern und die Hofjägerallee in Richtung Süden waren bereits wieder frei. Die Mühlendammbrücke verbindet die Fischerinsel mit dem Molkenmarkt auf dem nordöstlichen Spreeufer. (dpa)

7.00 Uhr: Extinction Rebellion blockiert Berliner Marschallbrücke

Mehrere hundert Klimaaktivisten des Bündnisses Extinction Rebellion haben sich am frühen Mittwochmorgen auf der Berliner Marschallbrücke im Regierungsviertel versammelt. Die Polizei schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie sei vor Ort, um den Versammlungsleiter zu suchen. „Die Demonstration ist nicht angemeldet“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei rief die Demonstranten bei Twitter dazu auf, „keine weiteren sperrigen Gegenstände mit auf die Brücke zu nehmen“. Einige Demonstranten hätten „eine Art Floß“ mit zu der Kundgebung gebracht, sagte die Sprecherin. Es würden keine weiteren sperrigen Gegenstände zugelassen. (AFP)

6.44 Uhr: Umweltaktivisten starten am dritten Protesttag wieder früh

Am dritten Tag der Klimaproteste haben Anhänger von Extinction Rebellion um 3.00 Uhr in der Früh mit der Blockade der Marschallbrücke in der Nähe des Kanzleramts begonnen. Mehrere Hundert Menschen seien auf der Brücke, teilte die Berliner Polizei am Mittwochmorgen mit. „Es ist so wie in den letzten Tagen auch“, sagte eine Beamtin. „Es sind friedliche Personen, die dort sitzen.“ Zu Verkehrsbehinderungen werde es aber sicherlich kommen. Mehrere Hundert Aktivisten übernachteten zudem erneut am Großen Stern im Stadtteil Tiergarten. Aufgrund der Blockade an der Brücke hatte die Polizei die Zufahrten ab der Wilhelm - und Margarete-Steffin-Straße in beiden Richtungen gesperrt. Auch der Schiffbauerdamm sei auf unbestimmte Zeit gesperrt worden. Zu Einschränkungen soll es auch auf den Buslinien 100, 147 und 245 kommen.

„Sobald die Politik auf unsere Forderungen reagiert, würden wir die Brücke freigeben“, erklärte XR-Aktivist Marco Gergele. Ansonsten bleibe man so lange vor Ort, wie man schaffe. Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben. (dpa)

20.49 Uhr: Aktivisten verbringen Nacht am Großen Stern

Mit Regenklamotten, Schlafsäcken und Rettungsdecken haben sich Klimaaktivisten an der Siegessäule breit gemacht. Die Nacht über dürfen sie am Großen Stern bleiben. Zumindest teilweise kann der Verkehr dort wieder fließen. (dpa)

19.17 Uhr: Blockade an der Siegessäule teilweise aufgehoben

Mehrere Hundert Aktivisten seien noch am Großen Stern und würden gebeten, die Fahrbahnen freiwillig zu verlassen, sagte ein Polizeisprecher. Nach und nach wurden auch Demonstranten weggetragen. Zwei der fünf Achsen, die auf den großen Kreisverkehr führen, waren laut Polizei gegen Abend wieder frei. Die Beamten hatten zuvor den ebenfalls seit Montag besetzten Potsdamer Platz geräumt, dabei blieb es friedlich. Auch für Mittwoch kündigte die Gruppe Aktionen an.

In Berlin seien rund 600 Polizisten im Einsatz, davon 200 am Großen Stern, erklärte der Polizeisprecher. Ziel sei es, auch weiteren Blockaden an anderen Orten mit Symbolcharakter sowie einer erneuten Besetzung des Potsdamer Platzes vorzubeugen. Wie lange die Räumung des Großen Sterns noch dauern sollte, sei nicht absehbar. „Wir werden da jetzt nicht mit aller Härte und Konsequenz reingehen.“ Den Menschen „von der Kreuzung zu helfen“, sei das letzte Mittel. (dpa)

18.31 Uhr: Polizei zieht positives Fazit

15.58 Uhr: Räumung dauert bis in die Abendstunden

Die Blockade am Großen Stern zieht sich in die Länge. Wie die Verkehrsinformationszentrale via Twitter mitteilte, werde die Räumung voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern. Wegen Stau wird eine weiträumige Umfahrung empfohlen. 

15.51 Uhr: Blockade am Großen Stern: 600 Polizisten im Einsatz

Mehrere Hundert Aktivisten harrten am Nachmittag rund um die Siegessäule am Großen Stern aus, die Polizei sei mit rund 600 Kräften vor Ort, sagte ein Behördensprecher. Sie suchten das Gespräch, damit die Menschen die Fahrbahnen freiwillig verlassen, sagte ein Polizeisprecher.  Den Menschen „von der Kreuzung zu helfen“, sei das letzte Mittel, so der Sprecher. Augenzeugen berichteten, dass Demonstranten nach und nach weggetragen wurden.

Die Folgen für den Verkehr hielten sich laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) zunächst im Rahmen: Kleinräumig gebe es Auswirkungen, sagte ein Sprecher. So bildeten sich etwa Staus rund um den Tiergarten wegen der Besetzung des Großen Sterns, das Umfahren bedeute rund 20 Minuten Zeitverlust. Insgesamt hätten die Klimaproteste aber kein Verkehrschaos ausgelöst, die Lage sei noch entspannt, hieß es. (dpa)

15.01 Uhr: Polizei beginnt mit Räumung des Großen Stern

14.58 Uhr: Aktivisten blockieren Siegessäule

Die Besetzung des Großen Sterns in Berlin durch Klimaaktivisten soll nach dem Willen der Polizei ein Ende finden. „Unser Polizeiführer führt Gespräche mit den Personen am Großen Stern, um sie zu einem eigenständigen Verlassen der Fahrbahnen zu bewegen“, twitterte die Behörde am Dienstag. Ansonsten würden Personalien aufgenommen, Platzverweise ausgesprochen und Personen gegebenenfalls weggetragen. 

Ein Sprecher von Extinction Rebellion sprach auf Anfrage vom Beginn der Räumung, dies sei von der Polizei nicht angekündigt worden. Vor Ort seien demnach 700 bis 1000 Menschen. 

Um kurz nach halb drei kündigte die Polizei via Twitter an, dass nun versucht werde, den Platz zu räumen. 

12.28 Uhr: Nach Räumung: Potsdamer Platz wieder für Verkehr frei

Nach Protest von Umweltaktivisten und der Räumung durch die Polizei ist der Potsdamer Platz am Dienstag wieder für den Verkehr freigeben worden. Am frühen Mittag rollten die Autos nach Angaben eines dpa-Reporters wieder über die zentrale Kreuzung. Zuvor hatte die Polizei den Platz nach einer seit Montag andauernden Blockade der Bewegung Extinction Rebellion friedlich geräumt. Angekettete Demonstranten wurden befreit und von der Kreuzung geholt.

Am zweiten Protestort - dem Großen Stern - harrten nach Angaben eines Reporters auch am Dienstag weiter Hunderte Demonstranten bei Regen unter Planen aus. Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben. (dpa) 

10 Uhr: Zwei „Rebellen“ hatten die ganze Nacht durchgehalten

8.58 Uhr: Weiter 500 Protestierende an der Siegessäule

An der Siegessäule, wo am Montag ebenfalls eine Protestaktion begonnen hatte, sei man zum weiteren Vorgehen in Gesprächen mit Verantwortlichen der Bewegung, sagte die Polizeisprecherin. Im Moment seien dort 500 Protestierende. (dpa)

7.29 Uhr: Polizei setzt Räumung von Potsdamer Platz fort

Die Polizei hat am frühen Dienstagmorgen die Räumung der Klimaproteste von Extinction Rebellion am Potsdamer Platz in Berlin fortgesetzt. Mehrere Beamte befreiten mit Zangen die Demonstrierenden von Ketten und forderten sie auf, Holzhäuser abzubauen, die sie einen Tag zuvor aufgestellt hatten, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Bereits am Montagnachmittag waren 480 Demonstranten von der Polizei weggetragen worden. Mehr als 150 Teilnehmer verharrten bis in die Nacht am Potsdamer Platz, nachdem die Polizei eine Räumung abgebrochen hatte. Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in Berlin angekündigt.

Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben. In der deutschen Hauptstadt demonstrierten die Aktivisten seit Montagfrüh an der Siegessäule am Großen Stern und am Potsdamer Platz. (dpa)

07.16 Uhr: Weitere Aktionen der Klimaaktivisten nach Straßenblockaden geplant

Nach dem Auftakt der Protestwoche wollen die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion ihre Aktionen am Dienstag in Berlin und auch anderen Städten weltweit fortsetzen. (dpa)

Montag, 7. Oktober

23.30 Uhr: Aktivisten übernachten am Potsdamer Platz

Rund fünf Stunden nach Beginn der Räumung des Potsdamer Platzes in Berlin haben nach Angaben der Polizei immer noch rund 170 Klimaaktivisten von Extinction Rebellion dort ausgeharrt. Am Abend verschickten Organisatoren der Gruppe die Nachricht, dass die Berliner Polizei ihre Aktion gegen die Demonstranten abgebrochen habe. „Wir haben es geschafft: Die Räumung am Potsdamer Platz wurde unterbrochen! Die Stimmung könnte nicht besser sein.“ Zuvor waren nach Angaben der Polizei 408 Demonstranten weggetragen worden.

Die Polizei gab dazu am Montagabend zunächst keine Auskunft. „Ich kann eine Unterbrechung der Räumung weder bestätigen noch dementieren“, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Wenig später twitterte die Verkehrsleitzentrale Berlin, eine Einrichtung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Die Polizei hat die Räumung am #PotsdamerPlatz in #Tiergarten abgebrochen. Der Potsdamer Platz sowie der #GroßeStern bleiben vorerst #GESPERRT.“ (dpa) 

22.34 Uhr: Polizei gibt Räumung vorübergehend offenbar auf

Am späten Abend melden die Demonstranten, dass die Polizei sich zurückgezogen habe. Die Behörde will sich dazu nicht äußern.  

20.33 Uhr: Räumung des Potsdamer Platzes dauert an

Gut zwei Stunden nach Beginn der Räumung des Potsdamer Platzes dauert die Aktion der Berliner Polizei gegen die Demonstranten von Extinction Rebellion weiter an. Nach Angaben eines dpa-Reporters waren am Abend etwa die Hälfte der Klimaaktivisten, die die Straße blockiert hatten, fortgetragen worden. Bislang verliefen Proteste und Polizeieinsatz friedlich.
Eine Sprecherin von Extinction Rebellion lobte das Verhalten der Polizei als „extrem positiv“. Die Beamten seien höflich in der Kommunikation und zu keiner Zeit ruppig. „Die machen ja auch nur ihren Job und wissen, dass wir nichts gegen sie haben“, sagte Cléo Mieulet. Die Klima-Aktivisten wollen Berlin eine Woche lang blockieren. Am Montag demonstrierten sie unangemeldet an der Siegessäule am Großen Stern und am Potsdamer Platz. (dpa) 

18.12 Uhr: Polizei beginnt mit Räumung

Am Potsdamer Platz hat die Polizei am Montagnachmittag damit begonnen, die Kundgebung der Klimaaktivisten von Extinction Rebellion zu räumen. Nachdem die Beamten zunächst Möbel von der Straße räumten, die die Demonstranten zuvor aufgebaut hatten, wurden auch die ersten Aktivisten fortgetragen, wie ein dpa-Reporter berichtete. Anschließend überprüften die Beamten die Personalien der Demonstranten. Zuvor hatte die Polizei mit mehreren Durchsagen den Demonstranten angeboten, ihre Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz fortzusetzen. (dpa)

17.54 Uhr: Polizei will Potsdamer Platz räumen - Großer Stern weiter gesperrt

Am Potsdamer Platz hat die Polizei am Montagnachmittag angekündigt, die Kundgebung der Klimaaktivisten von Extinction Rebellion zu räumen. Nach mehreren Durchsagen versuchte sie es aber weiter mit Gesprächen und bot den Demonstranten an, ihre Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz fortzusetzen. Zunächst trugen die Beamten Möbel von der Straße, die Demonstranten zuvor aufgebaut hatten. Die Demonstration war nur bis 14.00 Uhr angemeldet, die Demonstranten besetzten danach aber auch weiterhin die Straßen.

Am Großen Stern in Tiergarten müssen sich Autofahrer weiter auf Behinderungen einstellen. „Die Zufahrten zum Großen Stern bleiben bis auf Weiteres gesperrt“, sagte ein Polizeisprecher am Montagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Sprecherin der Gruppe kündigte an, dass Aktivisten an der Siegessäule übernachten wollen. Dort legten sich Menschen am frühen Abend nebeneinander und steckten ihre Arme in Plastikrohre, um sich so miteinander zu verbinden. (dpa) 

17.00 Uhr: Bonaparte soll im Klimacamp spielen

Anti, Anti? Kann man diese Woche auch auf dem Camp singen. Die Berliner Popformation Bonaparte tritt diese Woche dort auf, und auch die Singer-Songwriterin Alice Phoebe Lou wird zu Gast sein. Das aktuelle Programm und weitere Infos unter: https://extinctionrebellion.de

16.00 Uhr: Briefe Richtung Kanzleramt

Wer schon immer mal einen Brief Richtung Kanzleramt oder Rathaus schicken wollte, hat hier die Möglichkeit: Auf dem Klima Camp haben die Rebellen einen Briefkasten aufgestellt. Briefe an die Kommunal- und Landespolitik gehen per Post raus, an die Bundesregierung direkt per Bote.

15.30 Uhr: Demo am Potsdamer Platz offiziell beendet

Die Demo am Potsdamer Platz wurde offiziell beendet, wie es in der Telegram-Gruppe von Extinction Rebellion heißt. Der Platz wird jedoch weiter besetzt, vereinzelte Aktivisten sollen sich festgekettet haben.

15.00 Uhr: Festival-Stimmung im Camp

Die Hamburger Gratian und Anna würden sich freuen, wenn die große Masse das Klimaproblem nicht ignorieren würde. In bunten Kostümen sitzen der 34-jährige Unternehmensberater und die 32-jährige Communitymanagerin im Klimacamp. „Jeden Tag sollte auf eurer Titelseite stehen, dass Eisberge schmelzen und Ernten ausfallen“, sagt Gratian. „Uns ist wichtig, dass die Leute in 20 Jahren nicht plötzlich erschrecken und denken: Huch, jetzt ist ja alles vorbei, sondern jetzt handeln“, ergänzt Anna. Über Freunde aus London haben sie von XR erfahren.

14.15 Uhr: Aktivistin Neubauer unterstützt Extinction Rebellion

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer (Fridays for Future) hat am Montag mit einer Rede auf dem Potsdamer Platz die Proteste von Extinction Rebellion unterstützt. „Wir brauchen Menschen, die in Massen, in nie dagewesenen Massen auf die Straßen gehen und anfangen, Teil der Lösung zu werden“, sagte Neubauer vor Hunderten Zuhörern.

Das Problem in Deutschland sei nicht nur eine resignierte Politik. „Es ist auch eine Gesellschaft, die vergessen hat, politisch zu sein.“ Neubauer ist eines der führenden Gesichter von Fridays for Future in Deutschland. (dpa)

14.00 Uhr: Verkehrsbehinderungen durch Klima-Demo in Berlin

Die Demonstrationen der Klimaaktivisten von Extinction Rebellion haben in Berlin am Montag zu Verkehrsbehinderungen geführt. „Auch wenn Berlin leer ist, sind die Auswirkungen groß“, sagte ein Mitarbeiter der Verkehrsinformationszentrale der Deutschen Presse-Agentur. Durch die Sperrungen am Potsdamer Platz und am Großen Stern hätten Autofahrer auf den Umfahrungen jeweils bis zu 20 Minuten länger gebraucht. In der Stadt sind gerade Schulferien, dadurch sind weniger Autos unterwegs als üblich.

Die Polizei bedankte sich derweil bei den Verkehrsteilnehmern und schrieb auf Twitter: „Die Berliner reagieren wie Berliner eben reagieren: Entspannt. Trotz Verkehrseinschränkungen gibt's derzeit kaum Stau in der Stadt. Danke für Ihre Gelassenheit.“ Einige Nutzerkommentare ließen allerdings auf weniger Entspannung schließen: „Ein bisschen weniger Gelassenheit der Polizei wäre schon schön“, antwortete ein Twitter-Nutzer. (dpa)

13.00 Uhr: Carola Rackete ist mit dabei

Die ehemalige Seenotretterin und jetzige Klimaaktivistin Carola Rackete hat bei einer Kundgebung der Bewegung Extinction Rebellion die Klimapolitik der Bundesregierung kritisiert. „Es ist mehr als Zeit, dass die Regierung die Wahrheit sagt und den ökologischen Notstand ausruft“, forderte Rackete am Montag in Berlin. „Wir befinden uns in einer existenziellen weltweiten Krise, die sich immer schneller verstärkt.“ Sie sei froh, dass sich Extinction Rebellion dazu entschlossen habe, „die ganze Woche hier zu bleiben, um Berlin Tag und Nacht zu blockieren“, sagte Rackete unter großem Applaus der laut Polizei etwa 1000 Demonstranten an der Siegessäule. (dpa)

12.20 Uhr: Potsdamer Platz gesperrt

Der Klima-Protest der Gruppe Extinction Rebellion hat Montagmittag auch den Potsdamer Platz in Berlin erreicht. Demonstranten stellten Blumentöpfe, Sofas, Tische und Stühle auf die Kreuzung. Die dortige Demonstration war für 12 Uhr angekündigt. Laut Polizei sind rund 300 Teilnehmer eingetroffen. Bis 14 Uhr soll dort protestiert werden. Begonnen hatte der Protest am Montagmorgen an der Siegessäule in Berlin-Tiergarten mit einer unangemeldeten Demo. Laut Polizeiangaben vom Morgen hatten sich rund 1000 Menschen vor Ort versammelt, die Veranstalter sprachen später von etwa 1200. (dpa)

12.00 Uhr: Ditfurth bezeichnet XR als „esoterische Sekte“

Die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth hat vor der Klima-Bewegung Extinction Rebellion (XR) gewarnt. „XR ist keine „gewaltfreie Klimabewegung“, sondern eine religiöse-gewaltfreie esoterische Sekte, welche an die Apokalypse der baldigen „Auslöschung der Menschheit“ glaubt und „Selbstaufopferung“ empfiehlt“, twitterte Ditfurth am Sonntagabend.

Außerdem schüre die Bewegung Emotionen, die den Verstand vernebelten. Etwa wenn behauptet werde: „Wir sind die letzte Generation der Menschheit vor der Auslöschung“. Die 68-Jährige warnte davor, sich an den Aktionen in Berlin zu beteiligen. Stattdessen empfahl sie unter anderem, Fridays for Future zu unterstützen. (dpa)

11.45 Uhr: Achtung Kunst

Die RED REBEL BRIGADE aus England ist auch auf dem Camp unterwegs. Wer sie sehen will, sollte diese Woche noch vorbei kommen.

11.30 Uhr: Klimaschützer vor dem Kanzleramt

Seit dem 4.10.2019 steht das Klimacamp neben dem Kanzleramt. Am Samstag zogen die ersten Klimaschützer ein. Mittlerweile hausen etwa 2200 Menschen in etwa 700 Zelten (Stand Sonntagabend). 

11.00 Uhr: Kommentar zu Extinction Rebellion

„Die Maschine Berlin, in die Sand gestreut werden sollte, ist zu groß, um aus dem Takt geraten. Und: Für die wirkungsvollsten Verkehrsblockaden sorgen die Kraftfahrer selber, da braucht es keine Klima-Aktivisten", schreibt unser Autor Peter Neumann in seinem Kommentar zu den Protestaktionen von Extinction Rebellion.

10.30 Uhr: Aufbruchsstimmung und Sprechchöre

Unter den Demonstranten in Berlin herrscht Aufbruchstimmung, es gibt Trommelkreise, Sprechchöre, kleinere Gruppen tanzen im Kreis. „What do we want? Climate-Justice! When do we want it? Now!“,(Was wollen wir? Klima-Gerechtigkeit!Wann wollen wir sie? Jetzt!), „Extinction Rebellion“, aber auch „Hambi bleibt“ - eine Anspielung auf Hambacher Forst - skandieren die Leute, von denen es für viele nicht die erste Klima-Demo zu sein scheint. Es sind zumeist junge Menschen, teilweise im Schulalter. Man hört einige Gruppen englisch reden, auch aus Schweden sind Aktivisten gekommen. Mit Kreide schreiben die Aktivisten Slogans auf die Straße wie „Sagt die Wahrheit“ „Time to act“ (Zeit zu handeln) oder „Blockieren statt krepieren“.

9.00 Uhr: „Das ist ein toller Erfolg und eine super Stimmung hier“

Kristof und Susanne sind aus München angereist und auch seit drei Uhr nachts wach. Beide sind froh, dass alles so friedlich verläuft. „Wenn es Krawall gibt, gibt es zwar vielleicht mehr Öffentlichkeit, aber das bringt uns überhaupt nicht weiter“, sagt er.

Auch seine Begleiterin sieht das so, man wolle schließlich so lange wie möglich die Besetzung am Stern aufrecht erhalten. Susanne und Kristof sagen, dass sie beide bereit für Aktionslevel 3 seien - das heißt, sie blockieren Straßen oder Wege auch wenn es zu Konfrontationen mit der Polizei kommen sollte. Susanne ist Biologin und engagiert sich schon seit zehn Jahren in verschiedenen Umweltorganisationen. „Vor zehn halten wären hier vielleicht 20 Leute gekommen“, sagt sie. „Das ist ein toller Erfolg und eine super Stimmung hier.“

5.00 Uhr: Extiction Rebellion kommt mitten in der Nacht

Noch in der Dunkelheit zogen sie los. Gegen halb fünf war die Siegessäule am Großen Stern von der Umweltorganisation Extiction Rebellion besetzt - für die Autos kein Durchkommen mehr. Die Polizei sperrte daraufhin die Zugänge. Seitdem sitzt man in der Sonne auf der Straße. Manche hüllen sich in dicke Schlafsäcke, es gibt heißen Tee, einige machen ein Nickerchen. Andere arbeiten weiter an ihren Plakaten.

4.00 Uhr: Berlin, wach auf!

Um 4.00 Uhr kommt die erste Nachricht über den Smartphone-Messenger Telegram: „BERLIN, WACH AUF! Wir schwärmen aus!“ Mitbewohner, Rebellen und Buddies sollen geweckt werden. Eine Wegbeschreibung zur Siegessäule ist angehängt. Auch der Hinweis auf die vorherigen Hinweise zu achten und sich etwa warm einzupacken, ist notiert. Wer denkt, die Klima-Rebellen von Extinction Rebellion (XR) sind unvorbereitet irrt. Via Messenger werden Anhänger informiert und Anliegen koordiniert: Heißgetränke hier, Blockade da.