Steglitz-Zehlendorf - Für Aufsehen sorgte es, als sich vor gut zwei Jahren im gutbürgerlichen Bezirk Steglitz-Zehlendorf eine staatliche Gemeinschaftsschule gründete. Kinder und Jugendliche sollten an der Montessori orientierten Nikolaus-August-Otto-Schule nach dem Prinzip „eine Schule für alle“ möglichst lange gemeinsam lernen. Die Bildungsverwaltung unterstützte dies. Zu einer Gemeinschaftsschule gehört nach Meinung der Eltern aber auch eine gymnasiale Oberstufe, damit Schüler auch Abitur machen können.

Den Antrag auf eine eigene Oberstufe lehnte die Schulverwaltung jetzt ab. Da die Schule nur drei Klassen pro Jahrgang haben soll, sei unklar, wie man die nötige Schülerzahl für die Oberstufe erreichen wolle, schrieb Abteilungsleiter Siegfried Arnz. Man solle lieber mit dem Oberstufenzentrum Bürowirtschaft und Verwaltung kooperieren. Das aber passe nicht zum Schulprofil, kritisieren Eltern und warnen, dass die Schule nun unattraktiv wird. Der Bezirk äußerte sich nicht.