Berlin - Ein geplatztes Wasserrohr im U-Bahnhof Nollendorfplatz in Schöneberg hat am Donnerstag den Verkehr auf mehreren U-Bahnlinien lahmgelegt. Etwa 30.000 Liter Wasser strömten über die Treppen nach unten und überschwemmten den Bahnhof im Untergeschoss. „Einige überraschte Fahrgäste haben sich kalte und nasse Füße geholt“, berichtete ein Feuerwehrsprecher.

Ernsthaft passiert sei jedoch nichts. Erst am Abend um 18.15 Uhr konnten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Bahnhof wieder in Betrieb nehmen. „Alle Züge fahren“, sagte Sprecherin Petra Reetz.

Betroffen waren die Linien U1, U3 und U4. Zudem mussten die Züge der Linie U2 am U-Bahnhof Nollendorfplatz durchfahren, ohne zu halten. Die Fahrgäste konnten an dem wichtigen Umsteigebahnhof nicht ein- und aussteigen, so Reetz. Insgesamt waren mehrere 10.000 U-Bahn-Fahrgäste im Berufsverkehr am Nachmittag von dem Wasserrohrbruch betroffen.

Ein etwa 15 Zentimeter dickes Wasserrohr war gegen 13.30 Uhr im Obergeschoss des Bahnhofs geplatzt. „Zur Ursache können wir nichts sagen“, erklärte ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Das zu klären, sei Aufgabe der BVG, in deren Bahnhof das Malheur passiert sei. „Vielleicht hat ein Bauarbeiter mit einem Hammer auf das Rohr gehauen, vielleicht ist aber auch das eisige Winterwetter schuld“, sagte der Sprecher. Die BVG konnte am Abend nichts zur Ursache sagen.

Feuerwehr und Wasserbetriebe waren etwa zwei Stunden damit beschäftigt, das geplatzte Rohr zu verschließen und das ausgelaufene Wasser abzupumpen. „Den Rest erledigen die Putzkolonnen mit dem Wischlappen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Die Haupthalle des Bahnhofs bleibe jedoch weiterhin gesperrt, so Sprecherin Reetz. Die Station könne aber über einen Seiteneingang betreten werden. Auch die Fahrstühle müssen abgeschaltet bleiben, so dass insbesondere Rollstuhlfahrer den Bahnhof nicht nutzen können. (dpa, ua., xam.)