Berlin - Eine gute Nachricht für die Fahrgäste der Berliner U-Bahn: Mitte November wird der gesperrte Abschnitt der U 6 wieder in Betrieb genommen, dann ist die wichtige Nord-Süd-Linie wieder auf der gesamten Länge befahrbar. „Am 17. November soll der durchgehende Betrieb beginnen“, sagte Jörg Seegers von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).

Er ist Projektleiter für den Weiterbau der U-Bahn-Linie U 5 in Mitte. Damit an der Kreuzung Unter den Linden/ Friedrichstraße der Bau eines Umsteigebahnhofs vorbereitet werden konnte, musste der Zugbetrieb auf der U 6 zwischen den Stationen Friedrichstraße und Französische Straße Ende Juni 2012 eingestellt werden. Die 550 Meter lange Lücke, die durch die Sperrung entstanden ist, wird von den meisten Fahrgästen zu Fuß überbrückt.

Großes Bauwerk

Der Abbruch und der Neubau des U-6-Tunnels seien problemlos verlaufen, berichtete Seegers. „Der neue Tunnel ist im Rohbau so gut wie fertig. Es ist ein großes Bauwerk, das da entstanden ist“, so der Geologe. Kurz bevor die U-Bahn-Röhre abgetragen wurde, nahmen rund 30.000 Interessierte die Einladung der BVG zum Tunnelspaziergang an und kamen auf die Baustelle. Ob es vor der Eröffnung wieder einen Tag der offenen Tür geben wird, ist noch nicht entschieden, sagte Seegers.

Auch auf der Kreuzung hat sich einiges getan. Bauarbeiter sind dabei, die abgetragene Fahrbahn der ebenfalls gesperrten Friedrichstraße wieder herzustellen. Spätestens am 20. August soll die Straße fertig sein, hieß es bei der BVG. Doch wann dort wieder der Verkehr aus Richtung Süden zur Straße Unter den Linden rollt, bestimmt nicht sie, sondern eine Senatsbehörde: die Verkehrslenkung Berlin.

„Noch ist nichts entschieden“, hieß es. Eine Variante sieht vor, die Friedrichstraße, die nach früheren Planungen im Juli freigegeben werden sollte, Mitte November wieder zu öffnen – allerdings zunächst nur für Radfahrer. Um Staus zu vermeiden, sollen dort Autos erst dann fahren dürfen, wenn die Straße Unter den Linden wie früher in beiden Richtungen benutzbar ist. Voraussichtlich bis Frühjahr 2014 steht die Fahrbahn nach Osten nur für Busse und Fahrräder zur Verfügung.