Berlin - Nachdem Flüchtlinge seit Mittwoch vor der Notunterkunft im Rathaus Wilmersdorf gegen die Umstände ihrer Unterbringung protestiert hatten, äußerte sich Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) im rbb dazu.

Demnach soll für einen Teil der Flüchtlinge so schnell wie möglich eine andere Einrichtung gesucht werden. Mit den Bezirken sei sie bereits im Gespräch, um die Umzugspläne zügig umzusetzen, so die Senatorin.

Asylbewerber hatten vor der Notunterkunft demonstriert, um auf die Wohnbedingungen im ehemaligen Rathaus Wilmerdorf aufmerksam zu machen. Sie beklagten Bettwanzenbefall, Übergriffe durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und strenge Essensregeln. Breitenbach bezeichnete die Situation im rbb als „nicht hinnehmbar“.

Breitenbach kündigte Gespräche für Montag an

Die Senatorin kündigte an, neue Gemeinschaftsunterkünfte zu eröffnen. Ein Plan gegen die Bettwanzen sei bereits gefasst. Inwiefern sich der Sicherheitsdienst gegenüber den Asylsuchenden Fehlverhalten habe, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt.

Der Heimleiter des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB), Stefan Wesche, sagte im  rbb, dass ein Kind von einem Security-Mitarbeiter geschubst worden sei. Ein anderer Bewohner musste ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem es zu einer Auseinandersetzung mit einem Mitarbeiter der Sicherheitsfirma gekommen war.

Am Montag will Sozialsenatorin Breitenbach mit den Betreibern der Notunterkunft ein Gespräch führen. (BLZ)