Nach dem Fund eines Toten im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich der Verdacht erhärtet, dass der Mann getötet wurde. Das habe die Obduktion der Leiche des 51 Jahre alten Mannes ergeben, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Details zum Ergebnis nannte er nicht.

Schwere Verletzungen am Oberkörper

Nach unbestätigten Berichten von „B.Z.“ und „Tagesspiegel“ (online) soll das Opfer erstochen worden sein. Die Polizei sprach lediglich von schweren Verletzungen am Oberkörper, mehr wollte ein Sprecher dazu nicht sagen. „Das ist Täterwissen“, hieß es. 

Auch zur Identität des Mannes gab es aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben. Das bedeutet: Würden nähere Angaben publik, könnte das die weiteren Ermittlungen und die Überführung des Täters oder der Täter erschweren.

Gegen 20.35 Uhr am Mittwochabend haben Passanten in der Halenseestraße eine männliche Leiche entdeckt. Der leblose Körper wurde neben einer Bahntrasse in Grunewald gefunden.

Beziehungstat vermutet

Laut „Tagesspiegel“ soll das Opfer lettischer Staatsbürger sein. Er habe mit einer unbekannten Person einen „lautstarken Streit“ gehabt und sei in Begleitung seiner Lebenspartnerin gewesen. In der Nähe des Leichen-Fundorts befindet sich auch ein illegales Zeltlager. Nach Informationen der Berliner Zeitung scheint es sich um eine Beziehungstat zu handeln.

Männliche Leiche in Grunewald: Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts

Polizisten sperrten den Fundort an der Halenseestraße ab und suchten bis in die Nacht nach Spuren. Der Körper des 51-Jährigen wies schwere Verletzungen auf. Kriminalpolizei und Spurensicherung begannen am Mittwochabend mit der Untersuchung des abgesperrten Tatorts. (BLZ mit dpa)