Es gab Zeiten, da war der Kampf um die Rathäuser in den vier größten Städten des Landes Brandenburg ein landesweites Politikum. Da schickte zum Beispiel die auf Landesebene seit 1990 dauerregierende SPD Minister los, damit diese Dank ihrer Popularität möglichst die Städte Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg/Havel in SPD-Hand halten. So trat der damalige Umweltminister Matthias Platzeck 1998 an, um Oberbürgermeister in Potsdam zu werden – nur um zu verhindern, dass ein PDS-Mann eine Landeshauptstadt regiert.

Die Zeiten der großen Namen sind längst vorbei. Auch der SPD fehlt dafür das nötige Personal. Nur noch die Stadt Potsdam ist in ihrer Hand. Dort wird an diesem Sonntag ein neuer Oberbürgermeister gewählt, aber es ist kein Kandidat dabei, der über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Dabei nimmt die Rolle der Stadt immer mehr zu.

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