Grüne Liga: „Wir wollen aber Tesla nicht verhindern“

In Grünheide wird die Baustelle für die erste europäische Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla vorbereitet. Nach einem vorläufigen Stopp des Oberverwaltungsgerichts meldet sich nun die Grüne Liga Brandenburg.

Berlin/Grünheide-Die Grüne Liga Brandenburg zeigt sich erleichtert nach dem vorläufigen Stopp der Rodungsarbeiten auf dem Gelände für das künftige Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin. „Wir wollen aber Tesla nicht verhindern“, sagte Heinz-Herwig Mascher, Vorsitzender der Grünen Liga Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur. 

Der US-Elektroautobauer Tesla lässt für sein neues Werk in Grünheide den Wald roden.
Der US-Elektroautobauer Tesla lässt für sein neues Werk in Grünheide den Wald roden.

Das Unternehmen sollte aber nicht anders als andere behandelt werden. Solange das Verfahren nicht abgeschlossen sei, dürften keine Tatsachen geschaffen werden, die dann nicht mehr rückgängig zu machen seien.

Am Samstagabend hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die laufenden Rodungsarbeiten auf dem Gelände für die geplante Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) vorläufig gestoppt.  Das Gericht entsprach einem Antrag der Grünen Liga Brandenburg. (Az.: OVG 11 S 8.20)

Landesamt für Umwelt erlaubte Rodung vorzeitig

Der Umweltverein war noch am Freitag vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) damit gescheitert, die Baumfällarbeiten zu verhindern. Der jetzt verfügte Stopp gelte, bis über die Beschwerde der Grünen Liga gegen den Frankfurter Beschluss entschieden ist, heißt es in dem OVG-Bescheid. Die fortgeschrittene Rodung habe die vorläufige Untersagung der Baumfällarbeiten erforderlich gemacht.

Tesla hatte mit der Abholzung begonnen, nachdem das Landesamt für Umwelt am Donnerstag den vorzeitigen Beginn während des noch laufenden Genehmigungsverfahrens erlaubt hatte. Stück für Stück hatte sich schwere Technik auf dem 90 Hektar großen Gelände vorgearbeitet. Bäume wurden gefällt und die Stämme in etwa zwei Meter lange Stücke gesägt.

Bis kommenden Dienstag haben nach Angaben von Heinz-Herwig Mascher, die Umweltschützer nun Gelegenheit, Einwendungen vorzubringen. Er kritisierte, dass die vorzeitige Erlaubnis des Landesamtes für Umwelt für den Bau ihnen nicht vorliege.

Im Genehmigungsverfahren sind noch bis 5. März Einwendungen möglich. Am 18. März werden diese dann öffentlich erörtert. Erst nach anschließender Prüfung gibt es eine Genehmigung.