„Aus heutiger Sicht kann der Eröffnungstermin Ende 2019 gehalten werden“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. „An mehreren Stellen, etwa am U-Bahnhof Berliner Rathaus, sind wir weiter als geplant.“ Zum Maßnahmenpaket der Planer gehört auch, dass bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eine neue Nachtarbeitsgenehmigung beantragt wird.

Weil Anliegern die Bauarbeiten zu später Stunde als zu laut erschienen, prüfte die Verwaltung Beschwerden. Folge war, dass sie die Ausnahmezulassung am 28. Oktober des vergangenen Jahres zurückzog. BVG-Sprecherin Reetz versicherte, dass die nun geplanten Nachtarbeiten viel leiser sein werden als die bisherigen. Rammarbeiten wie zuletzt seien nicht geplant.

Dem Vernehmen nach denken die Planer auch darüber nach, die Tunnelvortriebsmaschine schneller fahren zu lassen – geplant war bisher, dass sie bei vollem Tempo rund acht Meter pro Tag schafft. Der Baugrund lasse eine zügigere Fahrt aller Voraussicht nach zu, hieß es.

Wie berichtet soll sich der 74 Meter lange Tunnelbohrer, der den Namen „Bärlinde“ erhielt, Ende März oder April 2014 wieder in Bewegung setzen. Er pausiert seit Oktober, nachdem er 427 Meter Tunnel gebaut hatte. Mit Stand Ende Oktober hatte sich die Bohrung um 146 Tage verzögert. Grundwasserprobleme ließen die Bauleute vorsichtig werden. Mit drei Litern pro Sekunde und je tausend Quadratmeter Fläche war der Restwasserzufluss doppelt so hoch wie zulässig. Doch die Risiken seien beherrschbar, hieß es.