Fahren ohne Ticket? Für viele Berliner ist das offenbar kein Problem! Hier ist der Anteil der Schwarzfahrer bundesweit am größten, geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor. Die Frage lautete: Fahren Sie manchmal vorsätzlich auch ohne gültigen Fahrschein mit dem öffentlichen Nahverkehr? Ja, teilten 18,3 Prozent der Teilnehmer mit.

In keiner anderen Stadt, die in die Umfrage einbezogen wurde, war der Prozentsatz so hoch. Auf Platz zwei folgt Köln mit 17,9 Prozent, auf Platz drei steht Stuttgart mit 17,7 Prozent. Den geringsten Schwarzfahreranteil hat Essen – 6,7 Prozent.

In diesem Frühjahr hatte das Institut myMarktforschung in Zusammenarbeit mit dem Online-Portal Statista 2.069 Menschen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren online befragt. Dabei wurde nicht nur erhoben, wie oft sie zumindest gelegentlich ohne Fahrschein Bus und Bahn fahren. Es ging auch darum, wie zufrieden die Menschen mit dem Nahverkehr sind. Auch dabei kam die Hauptstadt ins Spitzenfeld.

Berlin belegt Platz 2 auf Zufriedenheitsskala

Auf Platz eins landete zwar Hamburg – dort gaben 82,8 Prozent der Befragten an, dass sie mit dem Service und dem Angebot zufrieden sind. Doch auf Platz zwei landete dann schon Berlin, wo 79,1 Prozent der Befragten Zufriedenheit äußerten. Am niedrigsten war dieser Anteil erneut in Essen – dort betrug er nur 60,2 Prozent.

Damit die Fahrgäste zufrieden sind, müssen Haltestellen sicher sein und die Züge pünktlich sowie häufig fahren, hieß es. Wenn der Nahverkehr darüber hinaus mit attraktiven Tarifen aufwarte, könne er die Bewohner der betreffenden Region zu überzeugten Fans machen.

Wie berichtet bleiben in Berlin und Brandenburg die Tarife 2018 stabil. Es gibt sogar eine Preissenkung: Zum 1. Juli wird das Berlin-Ticket S verbilligt. Dann kostet das Sozialticket 27,50 Euro pro Monat – bislang waren es 36 Euro.