Geschlossen. 
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Berlin - Sie gilt als die „Brandmauer“ gegen Arbeitslosigkeit und soll Betrieben helfen, schnell wieder ins Wirtschaftsleben zurückzukehren: die Kurzarbeit. Bundesweit arbeiten schätzungsweise 5,3 Millionen Menschen kurz. Das ergab eine Umfrage des Ifo-Instituts. Bayern ist demnach das Bundesland mit den meisten Kurzarbeitern. Dort waren im Juli etwa 21 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und damit 1,2 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird der Anteil laut der Umfrage mit 15 Prozent beziffert. Insgesamt 430.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hätten im Juli kurz gearbeitet.

Wie viele Berliner aktuell tatsächlich auf Kurzarbeit gesetzt sind, ist derzeit nirgendwo genau zu erfahren. Bei der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit weiß man nur, wie viele Unternehmen für wie viele Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet haben. Das waren bis Juli 406.240 Menschen aus 39.000 Betrieben. Die tatsächliche Zahl der Kurzarbeiter ergibt sich erst aus den konkreten Abrechnungen der Betriebe, die oft Monate später erfolgen. So ist die aktuellste belastbare Zahl der Berliner Agentur die für den Monat April. Damals waren 208.400 Berliner in Kurzarbeit, behielten also ihren Job und bekamen wenigstens 60 Prozent ihres Lohns oder Gehalts. Mitarbeiter von 26.500 Betrieben waren betroffen. Aber was wäre, wenn es die Kurzarbeit nicht gäbe? Wie stünde es dann um die Berliner Wirtschaft?

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