Berlin - Auch in Zeiten recht niedriger Infektionszahlen zaubert einem manche durch die Corona-Pandemie begründete Stilblüte im öffentlichen Raum ein Grinsen ins Gesicht. Die BVG etwa bittet in ihren Zügen mit verschiedenen Informationstafeln und Aufklebern um die Einhaltung der Schutzmaßnahmen – wählt dafür aber sehr unterschiedliche Formen der Ansprache.

So haftet an einer U-Bahn-Tür der Hinweis: „Bedecke bitte in Fahrzeugen, Bahnhöfen und an Haltestellen stets Mund und Nase.“ Man kann grundsätzlich über die sich ausbreitende Anrede per Du streiten, aber immerhin ist die Nachricht freundlich formuliert, beinhaltet ein „bitte“ und endet mit einem schlichten Punkt. Die englische Übersetzung darunter lässt hingegen weniger Spielraum für Interpretationen und fordert unmissverständlich: „Cover mouth and nose!“. Ohne „please“, dafür mit einem Ausrufezeichen. Das wirkt doch gleich sehr viel mehr Berlinerisch und dem Anlass angemessen, wenn man sieht, wie viele Fahrgäste ihre Masken erst in der Bahn aus den Taschen fischen.

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