Der Lichtkünstler Oliver Bienkowski hat in der Nacht zum Freitag den Schriftzug „Außer Betrieb“ auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin projiziert. Damit solle auf die Unterbringung von Flüchtlingen in menschenunwürdigen Zeltstädten hingewiesen werden.

„Die Menschenwürde von Personen auf der Flucht sollte nicht so mit den Füßen getreten werden“, heißt es auf der Facebook-Seite von Bienkowski. Außerdem ruft er zu Spenden für die Seenotrettung der gemeinnützigen Organisation Pixel-Helper auf. Sie sammelt Geld, um Schiffe ins Mittelmeer schicken und damit Flüchtlingen helfen zu können.

Erst vor einem Monat war derselbe Schriftzug an der neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt zu sehen. Näher erklären wollte Bienkowski das damals nicht. „Wir wollen das extra offenlassen, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann“, sagte er.

Für Aufsehen hat der Künstler schon des Öfteren gesorgt: Im vergangenen Jahr projizierte er ein Bild von US-Präsident Barack Obama an die Fassade der US-Botschaft in Berlin. Im Juli 2013 prangte der Spruch „United Stasi of Amerika“ und ein Bild von Kim Dotcom als Protest gegen die permanente Überwachung ebenfalls an der Fassade der US-Botschaft in Berlin.