Berlin - Was tut sich eigentlich bei den vielen Planungen, die für die City West Berlins ventiliert werden? Drei Projekte standen Mittwochabend im Focus einer Veranstaltung des Werkbundes und des Studiengangs Metropolitan Studies der Technischen Universität Berlin. Vom Saal in der alten IHK aus kann man künftig einen Hochhausturm sehen, wenn der Bund seine viel kritisierten Baupläne an der Fasanenstraße verwirklichen kann. Doch stecken die noch in der Vorplanung.

Ganz im Unterschied zu den Umbauplänen von Johanne Nahlbach für die so schöne wie verrottende Kant-Garage, die ein Galerie- und Atelierzentrum werden soll, oder jenen für Arthouse-Kinos unter der Hochgarage direkt neben dem S-Bahnbogen am Bahnhof Zoo. Hier sind die Investoren dem Vernehmen nach schon recht weit in der Debatte mit den Behörden, während der große Umbauplan von Jan Kleihues für das Kudamm-Karree noch sehr in der Schwebe ist. Da gibt es, wie der neue Baustadtrat von Charlottenburg-Willmersdorf, Oliver Schruoffeneger bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im neuen Amt zeigte, zum einen den anhängigen Prozess um die wirtschaftliche Zukunft der beiden Theater. Sie erregen aber auch als historisch gewordene Bauten die Berliner Seele. Schließlich sind sie als Werke von Oskar Kaufmann und Max Reinhard hoch verehrt, trotz des Wiederaufbaus nach schweren Kriegszerstörungen und mehrmaligem Umbau. Sogar Jan Kleihues gab nun dieser Sehnsucht nach dem Alten nach, entwarf einen Theaterraum, in dem sich die Besucher in Logen zurückziehen können.

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