Berlin - Ein Hinweis ist Daniel Termann noch wichtig: Sie boostern schon nach viereinhalb Monaten in seinem Impfzentrum im Loewe Saal, Berlin-Moabit. Mit dem Präparat von Moderna impfen sie gegen das Corona-Virus, 800 Dosen pro Tag gehen an Menschen, die älter als 30 Jahre sind. Aus anfänglich zwei sind inzwischen sieben Stationen geworden, im zweiten Stock des ehemaligen Fabrikgebäudes an der Wiebestraße 42–45. Insgesamt 14 Ärzte impfen in zwei Schichten, sie alle haben sich freiwillig für das Projekt gemeldet. „Wir sind selbst über das schnelle Wachstum überrascht“, sagt Daniel Termann, der in Mitte eine Praxis für ästhetische Medizin betreibt und das Impfzentrum in privater Initiative eröffnet hat. Das war am Donnerstag vergangene Woche.

Moabit: 1000 Drittimpfungen am Tag

Rund 1000 Drittimpfungen könnten sie schon jetzt verabreichen. Die Nachfrage in der Stadt hält an. Während die Kurve bei den vollständig Immunisierten abflacht und sich in Berlin derzeit um die Marke von 70 Prozent bewegt, steigt sie bei den Drittimpfungen kontinuierlich an. Laut Robert-Koch-Institut haben in der Hauptstadt mehr als 20 Prozent eine Auffrischung erhalten. Wie von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen, ist der Bedarf bei den über 60-Jährigen am stärksten gedeckt, fast jeder Zweite ist in dieser Altersklasse geboostert, zwischen 18 und 59 mittlerweile jeder Sechste.

Die einschlägigen Zentren sind gut ausgelastet, auch wegen der Virusvariante Omikron. Zwar standen die Ampeln auf www.wirhelfenberlin.de für Impfungen ohne Termin am Mittwoch an den Standorten Messe, Tegel, Karlshorst sowie Ring-Center auf Grün und nur im Freizeitforum Marzahn zwischenzeitlich auf Rot. Doch hieß es auf der Internetseite, es könne wegen der steigenden Nachfrage zu Wartezeiten kommen.

Um lange Schlangen zu verhindern, wickelt das Impfzentrum in Moabit die Formalitäten online ab, gleich bei der Anmeldung unter www.wirbleibenstark.de. „Unser Ziel ist, die Wartezeit weiterhin auf 10 bis 15 Minuten zu begrenzen“, sagt Daniel Termann. Niederschwellig soll das Angebot sein – auch das ist dem 28-Jährigen wichtig.