Seit Monaten herschen am Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Moabit unhaltbare Zustände. Trotz sinkender Temperaturen müssen die Flüchtlinge dort stundenlang im Freien warten. Und das regelmäßig: Denn weil Leistungen nur monatsweise gewährt werden, müssen die Menschen immer wieder zum Lageso. „Wir haben in Berlin keine Flüchtlingskrise, sondern ein Verwaltungsversagen“, kritisiert selbst Mittes Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) die Zustände.

Hinzu kommen Berichte über gewalttätige und hetzende Wachleute. Während die Berliner Verwaltung in Moabit versagt, engagieren sich viele Berliner dort seit Monaten als freiwillige Helfer, Inzwischen unterstützen zudem mehr als 80.000 Menschen eine Petition auf change.org gegen die menschenunwürdigen Zustände am Lageso.

Der Appell richtet sich an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), den Senator für Gesundheit Mario Czaja (CDU), die Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) sowie die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. Am Dienstagnachmittag haben bereits mehr als 83.000 Menschen der Petition angeschlossen. Initiator Fabian Jain rechnet damit, bald die 100.000-Marke zu durchbrechen. (BLZ)