Bisher hat nur sein Staatssekretär Bernd Krömer zum Flüchtlingscamp am Oranienplatz in Kreuzberg gesprochen – und kein Hehl daraus gemacht, dass er das Zeltlager lieber heute als morgen geschlossen sähe. Jetzt ist der Chef selbst, Innensenator Frank Henkel (CDU), aus dem Urlaub zurück – und schlägt moderate Töne an. Ziel aller Bemühungen müsse es zwar sein, das Camp aufzulösen. Er stelle jedoch kein Ultimatum, wann dies geschehen müsse.

Auf einer Kieztour mit SPD-Fraktionschef Raed Saleh durch Spandau sagte Henkel am Mittwoch: „Der Bezirk hat die Aufsicht über das Camp. Er ist der Player in diesem Fall.“ Henkel setzt dabei auch auf die neue Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne), die das Amt Anfang des Monats von Parteifreund Franz Schulz übernommen hat. „Ich habe Hoffnung auf Versachlichung der Diskussion.“ Dazu wolle er Herrmann jetzt Gelegenheit geben. Gleichzeitig erhöht seine Behörde den Druck auf den Bezirk. „Meine Verwaltung hat dem Bezirk in der vorigen Woche einen Brief geschrieben und ihn aufgefordert, eine Menge Fragen zu beantworten. Die Antworten stehen noch aus“, sagte Henkel.

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