Auf der Bundesstraße B 158 in Ahrensfelde kommt es immer wieder zu Stau.
Foto: imago/ Petra Schneider

AhrensfeldeDas Verkehrschaos vor und in Ahrensfelde (Barnim) wird noch einige Jahre andauern, aber es ist Besserung zu erwarten. Berlin und Brandenburg haben sich geeinigt, die geplante Ortsumgehung teilweise tiefer zu legen und auf 150 Meter mit einem begrünten Deckel zu versehen. Diese 60,2 Millionen Euro teurere und „Trog“ genannte Variante wollte der Bund nicht zahlen. Er trägt jetzt 48,7 Millionen Euro, die Mehrkosten in Höhe von 11,5 Millionen Euro werden sich die beiden Bundesländer teilen.

Die Ortslage Ahrensfelde der Bundesstraße B 158 ist für Autofahrer eine ständige Herausforderung, weil die Verbindung von der Märkischen Allee in Berlin zum Autobahnanschluss Hohenschönhausen am östlichen Berliner Ring (A 10) chronisch überlastet ist.

Berlin und Brandenburg teilen sich die Kosten

Die seit Jahrzehnten geplante, 4,6 Kilometer lange Umgehungsstraße sollte auf Wunsch des Bundestags ebenerdig in Ahrensfelde verlaufen. Das hätte den Ort zerschnitten und ihn trotz hoher Lärmschutzwände mit Krach geflutet. Deshalb wollten die Länder die „Troglösung“ mit einem Deckel.

Weil der Abschnitt der künftigen Straße im Bereich Ahrensfelde zu Berlin gehört, aber technisch Brandenburg zugeordnet ist, mussten sich Berliner Senat und brandenburgische Landesregierung einigen, wie sie mit den Mehrkosten umgehen.

Das sei jetzt mit der Unterzeichnung einer Finanzierungsvereinbarung gelungen, erklärten Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) und Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU).

Das bereits seit 2011 laufende Planfeststellungsverfahren ist allerdings wegen Änderungen der Umweltvorschriften noch nicht abgeschlossen. Es soll Mitte 2020 fortgesetzt werden, sagte Minister Beermann. Dann solle der Bau „zügig“ umgesetzt werden.