Berlin - Bisher haben genau 847 angestellte Pädagogen in einem Schreiben angekündigt, in ein anderes Bundesland zu wechseln, sollten sie nicht verbeamtet werden. Am Montagmittag überreichten drei Lehrerinnen der Schöneberger Sternberg-Grundschule, die die Aktion gestartet haben, die Unterschriften in der Bildungsverwaltung. „Es geht uns um Gerechtigkeit“, sagte die 36-jährige Lehrerin Katharina Legnowska im Foyer der Bildungsverwaltung am Alexanderplatz. „Wir machen die gleiche Arbeit, aber die verbeamteten Kollegen sind besser gestellt.“

Ihre Kollegin Maren Peters-Choi plant konkret einen Wechsel nach Brandenburg, spätestens im nächsten Jahr. „Ich habe zwei Kinder, dort würde ich als Beamtin Familienzuschläge erhalten“, sagt die 38-jährige Lehrerin. „Außerdem denke ich ans Alter, dann würde ich gerne eine ordentliche Pension haben.“ Sie sagt noch, das sei keine Drohung. „Wenn immer wieder Lehrer in andere Bundesländer gehen, tut das der Schulentwicklung nicht gut“ sagt die Dritte, die 38-jährige Lehrerin Alina Fröhlich. Gerade für Grundschulkinder sei doch die langfristige Beziehung zum Klassenlehrer wichtig.

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