Berlin/Eberswalde - Über dem Eingang des Spätis wirbt die LED-Laufschrift damit, dass eine Flasche Berliner Pilsner nur einen Euro kostet. Trotzdem verirrt sich am Tage nur selten ein Kunde in den Laden unweit der Warschauer Straße in Friedrichshain. Der nächste Supermarkt, in dem es Getränke preiswerter gibt, ist nicht weit. Und die Touristen, die zu normalen Zeiten die beiden kleinen Hotels gleich nebenan bevölkern, bleiben derzeit wegen Corona weg. Bis vor ein paar Monaten stand in der Spätverkaufsstelle noch ein Bitcoin-Automat. Der ist nicht mehr da. Es habe Probleme wohl mit dem Mann dort gegeben, sagt die Frau hinter dem Verkaufstresen. Sie zeigt dabei auf ein Fahndungsplakat, das unter dem „Open“-Schild an der verglasten Eingangstür hängt.

„Erpressung eines deutschen Paketdienstleisters“ ist darauf in großen Lettern zu lesen. Ein Farbfoto ist abgebildet, das aus der Überwachungskamera des nicht mehr vorhandenen Bitcoin-Automaten stammt. Es zeigt einen Mann mit einem Mund-Nasen-Schutz, der konzentriert auf den Bildschirm des Geräts starrt. „Belohnung bis zu 5.000 Euro“, ist am Ende des polizeilichen Aufrufs zu lesen.

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