Berlin - Es ist kompliziert, einen Paketboten zu fassen zu bekommen. Dann, wenn man wieder etwas im Internet bestellt hat, man geduldig zu Hause wartet und plötzlich merkt, dass die Sendung doch beim Nachbarn landet. Und auch dann, wenn man als Journalist mit einem Zusteller im Hausflur über seine Arbeit sprechen möchte. Paketboten rennen und schwitzen in diesen Pandemie-Monaten noch mehr als sonst. Und sie haben Angst, offen über ihre Arbeit zu sprechen.

„Ist ein Scheiß-Job, zu viel zu tun, nicht genug Geld“, sagt ein Bote kurz und knapp. Ein Interview will er nicht geben. „Ich bin noch neu, aber es ist sehr stressig“, sagt ein anderer auf Englisch. Ein dritter Zusteller erscheint zweimal nicht zum Interview-Termin. Also eine offizielle Anfrage, bei DHL, dem größten Paketdienstleister in Berlin. Der Inder Kamaljit Singh Malhotra ist zum Gespräch bereit. Er wartet am gelb-roten Lieferwagen in Zehlendorf, mit dabei ist eine DHL-Pressesprecherin. Immerhin hat die Tochterfirma der Deutschen Post ein Interview zugesagt, andere Dienste meiden die Öffentlichkeit lieber.

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