Berlin - Seinen kleinen Farbkasten aus Blech und auch Papier hat Christian Badel immer dabei. In den Griffen der Pinsel befinden sich kleine Wassertanks. Mit seiner künstlerischen Outdoor-Ausstattung zeichnet Christian Badel, wo es ihm gefällt: im Café, beim Friseur, im Stau, im Museum, sogar beim Kochen und Essen. „Ich bin viel unterwegs, sobald ich irgendwo warten muss, skizziere ich, was ich sehe“, sagt der 51-jährige Künstler, den inzwischen viele Kiezbewohner auf der Straße erkennen und freundlich begrüßen.

Er ist so etwas wie der künstlerische Kiez-Chronist, den sie nur mit Malblock kennen. Selbst wenn er auf eine Party geht, nimmt er sein Malset mit. Man weiß ja nie, was es zu zeichnen gibt. So wie andere ständig mit ihren Handys fotografieren und später hektisch über das Display wischen, um alle Fotos zu zeigen, so blättert Christian Badel in seinem Skizzenblock umher, aber er macht es liebevoll und bedächtig.

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