Berlin - Das Grünflächenamt in Pankow steht seit Wochen in der Kritik. Ein Kahlschlag auf einem beliebten Spielplatz sorgte für Empörung bei Anwohnern. Ebenso das wiederholte Fällen gesunder Bäume, das robuste Vorgehen gegen Grün im Bezirk. Im Dezember kappten Mitarbeiter nun die Spitze einer Linde im Pankower Bürgerpark und beschädigten dabei ein Fledermaus-Winterquartier. Der Naturschutzbund Berlin erstattete jetzt Anzeige gegen das Amt.

Dass die Krone der Linde runter musste, scheint unstrittig. „Der Vorgang betrifft eine am Pankeweg befindliche Linde, die einen Stammriss und Faulstellen in der Krone aufwies“, heißt es in einer Stellungnahme des Pankower Baustadtrats Vollrad Kuhn.  Die Fäulnis sei soweit fortgeschritten gewesen, dass der Baumkontrolleur eine Fällung für notwendig erachtete. Für die Parkbesucher auf dem Pankeweg bestand eine entsprechende Gefahr. Doch im Zuge der Baumpflegemaßnahme sägte das Straßen- und Grünflächenamt Pankow ein Winterquartier streng geschützter Fledermäuse an, so der Vorwurf des Nabu. Noch Tage zuvor hatten Naturschützer mindestens acht Große Abendsegler gezählt, eine streng geschützte Fledermausart, die in einem Spalt im Baumstamm Winterschlaf hielten.

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