Seit fast vier Wochen halten Pankower Rentner ihre Begegnungsstätte an der Stillen Straße besetzt. Die als „Wut-Rentner“ bekanntgewordenen Senioren wollen nicht akzeptieren, dass das Haus, das sie seit Jahren unter anderem für Sprachkurse, Schachzirkel und Lesungen nutzen, geschlossen werden soll. Das Bezirksamt, das die zwei Millionen Euro für eine Sanierung nicht hat und selbst noch fünf Millionen Euro einsparen muss, bleibt jedoch hart.

Sozialstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) erneuerte ihr Angebot für Ersatzstandorte, elf von 29 Seniorengruppen hätten das Angebot bereits angenommen. Allerdings würden Gruppen, die ebenfalls wechseln wollen, von anderen Senioren „mit massivem Druck davon abgehalten“, kritisiert die Sozialstadträtin.

Der Pankower Grünen-Abgeordnete Andreas Otto hat unterdessen vorgeschlagen, dass die Villa mit Hilfe von Spenden erworben und betrieben werden könne. Dabei könnten die Unterstützer der Senioren ganz praktisch helfen. „Der Weg ist eine Übernahme in Erbpacht an einen freien Träger“, so Otto. Das Bezirksamt müsse jetzt entsprechend tätig werden.