Schönefeld - Der Start des großen Techniktests im Terminal des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg (BER) wird um einen Tag verschoben. Das teilte Hannes Hönemann, Sprecher der Flughafengesellschaft FBB, am Mittwochnachmittag mit. „Die operativen Tests beginnen morgen“, sagte er. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet, dass der Start der Wirk-Prinzip-Prüfung „geplatzt“ sei. Die FBB habe nicht alle erforderlichen Dokumente vorlegen können.

Bei der Wirk-Prinzip-Prüfung wird die Technik im Terminal T1 im Zusammenspiel getestet. Eine dreistellige Zahl von Szenarien wurde konzipiert, um zu untersuchen, ob die zwölf Anlagen funktionieren. So geht es bei der großen Generalprobe unter anderem darum, ob Hitze- oder Rauchentwicklungen rechtzeitig entdeckt werden und die Technik wie vorgesehen reagiert. Nach Angaben der FBB dauert die Prüfung, die vom TÜV Rheinland durchgeführt wird, zwei Monate. Im darauf folgenden Monat werden die Ergebnisse dokumentiert.

Mit dem Start der Prüfung gewinnt die FBB „ein weiteres großes Stück Sicherheit mit Blick auf die Eröffnung im Oktober 2020“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup im Interview mit der Berliner Zeitung.

Während des Gesprächs in der vergangenen Woche kündigte er an, dass der Techniktest an diesem Montag beginnt. Nun hieß es, dass zunächst organisatorische Arbeiten anstanden. Hönemann formuliert es so: „Die Wirk-Prinzip-Prüfung hat wie geplant am Montag begonnen. Sie ist nicht gestoppt oder unterbrochen worden. In den ersten Tagen stehen die notwendigen Feinabstimmungen der Prüfabläufe und die Abstimmung der Unterlagen zwischen dem Baubereich der FBB, dem TÜV Rheinland und den Dienstleistern an. Dabei werden auch konkrete Termine koordiniert, Vorbegehungen durchgeführt und final die Termine der Testläufe festgelegt.“

Die eigentlichen Tests würden nun am Donnerstag (1. August) beginnen, bekräftigte der Flughafensprecher. Eine „frühere Einschätzung“ sei von diesem Mittwoch ausgegangen.