BerlinOliver Mackprang ist sauer auf den Senat. „Als Chef eines Berliner Unternehmens fühle ich mich von der Berliner Verwaltung nicht gut vertreten“, sagt der Chef des Carsharing-Anbieters Miles. Schon bevor Corona die Umsätze sinken ließ, seien die Parkkosten in Berlin zu einer enormen Belastung geworden, klagt er. Nach Mackprangs Angaben werde pro Fahrzeug im Schnitt ein fast 200 Mal höherer Betrag fällig als für ein Auto mit Bewohnerparkausweis. Damit nicht genug: Die vom Senat geplante Änderung des Straßengesetzes würde dazu führen, dass die Kosten weiter steigen. Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie sieht die gesamte Sharingbranche in Gefahr. „Was der Senat plant, könnte sich als Todesstoß für einen ohnehin schon darbenden Wirtschaftszweig erweisen“, warnt er.

So viel steht fest: Carsharing-Autos werden häufiger bewegt und damit effizienter genutzt als Privatautos. Je besser das Angebot ist, desto größer ist der Anreiz, auf einen eigenen Wagen zu verzichten. Eigentlich müsste ein rot-rot-grüner Senat, der sich der Mobilitätswende verschrieben hat, die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen privilegieren. Doch in der Realität sei das anders, bemängelt Oliver Mackprang.

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