Berlin - Die staatliche Betriebe dieser Stadt können sich gut vermarkten. Die Mülleimer-Beschriftungen der BSR - „Alle 5 Min verliebt sich Abfall in diesem Eimer“ ist für mich der Allzeitklassiker - und die #weilwirdichlieben-Kampagne der BVG beweisen das. Beide Organisationen präsentieren sich mit Humor, Ironie, Leichtigkeit und kommen bei den Berlinern und Besuchern gut an. Warum sind da die Marketing-Kampagnen ausgerechnet von Visit Berlin, der Organisation, die Berlin an die Welt verkaufen soll, so mittelmäßig? 

Neuste Beispiel: ein kurzes Video in den sozialen Netzwerken gekennzeichnet mit „#berlinreopens“ („Berlin macht wieder auf“). Das Video soll zeigen, dass Berlins tolle Außengastronomie wieder Gäste empfangen darf. In dem Spot genießt eine sehr junge Frau im retro-Neunziger Look verschiedene alkoholische Getränke an verschiedenen Terrassen in Mitte: Hotel de Rome und Clärchens Ballhaus sind erkennbar. Irgendwelche edle Restaurants sind auch dabei. Als Zwanzigjährige in einem Luxushotel alleine so chillen. Warum nicht?

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