Der S-Bahnhof Wernerwerk in der Siemensstadt. Seit 1980 ist auf der Siemensbahn kein Zug mehr gefahren. Ab Ende 2029 soll eine S-Bahn-Fahrt von hier zum Hauptbahnhof knapp 20 Minuten dauern – so jedenfalls der Plan.
Foto: Berliner Zeitung/Christian Schulz

Berlin - Bitte ins Wageninnere durchtreten und zusammenrücken! Trotz Corona sind viele S-Bahnen und Regionalzüge weiterhin voll. Und es ist absehbar, dass nach der Pandemie die Fahrgastzahlen weiter steigen. Damit das Schienennetz in der Hauptstadt-Region den erwarteten Zuwachs verkraftet, wurde vor knapp drei Jahren das Projekt i2030 aufgelegt. Doch obwohl sich die Beteiligten anstrengen, Engpassbeseitigungen und Streckenneubauten in die Wege zu leiten, kommen sie nach Meinung von Beobachtern nicht schnell genug voran. Nun zeigt ein internes Papier der Senatsverkehrsverwaltung, das der Berliner Zeitung vorliegt, dass wichtige Planungen finanziell immer noch nicht gesichert sind. Keine guten Nachrichten für Pendler.

Wer genau hinschaut, kann im Dickicht alten Schotter und rostige Gleise erkennen. In Zehlendorf ist auf der Trasse der Potsdamer Stammbahn, Teil der ersten preußischen Eisenbahn von 1838, schon lange kein Zug mehr gefahren. Auch anderswo klaffen noch Lücken, die der Zweite Weltkrieg und die deutsche Teilung ins Berlin-Brandenburger Streckennetz gerissen haben. Auf Strecken, die befahren werden, verringern eingleisige Abschnitte die Kapazität sowie fehlende Bahnsteigkanten und lange Signalabstände.

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